In den kleinsten Ortsteil hatte Reinhard Storz die CDU-Kandidaten der Wasserfallstadt eingeladen. Im Dorfgemeinschaftshaus sprach er über Vergangenes und über die Zukunft. Im Anschluss ging es zur Firma Weisser.

Wahlprogramm in fünf Jahren abgearbeitet

„Wir haben es, auch in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Gemeinderats, immer geschafft, innerhalb der fünf Jahre einer Wahlperiode das zu erledigen, was wir den Wählern versprochen haben“, machte Storz zunächst deutlich. Für die nächsten fünf Jahre stehe wieder eine wichtige Weichenstellung an. Das Dorfgemeinschaftshaus brauche Fenster, die die rund 60 Jahre alten ersetzen sollen, man heize sonst das Dorf. Fast 100  000 Euro koste diese Maßnahme.

Städtisches Wasser bis in jeden Hof

Weiterhin wichtig sei Breitband, betonte Storz. Und, in diesem Zusammenhang wohl machbar und genauso wichtig: städtisches Wasser bis in den letzten Hof. Die Entwicklung der vergangenen Jahre mache deutlich, dass das dringend notwendig sei.

Unternehmer Thomas Weisser gibt Einblicke

Danach ging es zum Projekt von Thomas Weisser. Er hat gemeinsam mit seiner Frau Rebecca und seiner Familie den Umzug von seinem ehemaligen Domizil oberhalb der Säge direkt an die B  33 in das einstige Gasthaus Forelle vollzogen und plant hier große Dinge. Ebenfalls erworben hat der rührige Geschäftsmann Familiengeschichte.

Ein Stück Familiengeschichte gekauft

Denn direkt nebenan liegt das Haus Kränzler. Hier begann in Gremmelsbach vor mehr als 150 Jahren die Erfolgsgeschichte der Familie Weisser, als ein Urahn aus Furtwangen hierher kam ans Wasser, das über ein Mühlrad die Energie erzeugte, die zum Betrieb der Maschinen notwendig war.

Schacht für Mühlrad schon gegraben

„Wir haben hier einiges in den Urzustand zurückversetzt, sogar einige Maschinen laufen wieder über die Transmission – allerdings vorläufig elektrisch betrieben. Der Schacht für das Mühlrad ist aber schon gegraben“, erklärte Thomas Weisser den Kandidaten. Seine Frau Rebecca führte durch die Gegenwart – das Gremmelsbacher „Haus der 1000 Uhren“, wo die Zeitmesser verschiedenster Machart und aus diversen Manufakturen sowie weitere verschiedenste Dinge erworben werden können.

Firma stößt an Grenzen

„In Triberg haben wir platzmäßig einen Stand erreicht, wo es nicht mehr weitergeht“, betonte Thomas Weisser, in Gremmelsbach spiele die Musik. 25 Mitarbeiter beschäftige er, viele Sprachen würden in seinem Betrieb gesprochen.

Perspektiven für die Zukunft mit „Kuckuckland“

Dann reiste er mit den Bewerbern in die Zukunft. Zunächst wurden die Dinge der zukünftigen Entwicklung gezeigt, die er bereits verwirklichen konnte: Eine herrlich gelegene Terrasse hinter dem einstigen Gasthaus, von der ein hölzerner Steg über die Gutach führt, vorläufig endet dieser an einem Schild: „Kuckuckland Schwarzwald“ steht auf diesem. Rund 80 Meter unterhalb führt ein weiterer Steg hinüber, auch dieser führt vorläufig nicht weiter. Das Projekt „Kuckuckland Schwarzwald“ stellte er im Gemeinderat vor. An die Öffentlichkeit möchte er aber erst gehen, wenn die überarbeitete Planung und Rechtsverhältnisse es erlauben.

Ärger über schlechte Internetverbindung zum hohen Preis

Für ihn sei jedenfalls eine starke Breitband-Verbindung von tragender Bedeutung, da heute sehr viel virtuell gemacht werde, betonte Weisser. Derzeit bezahlt er eine enorme Summe an den Marktführer, um eine nur unzureichende Datenmenge zu erreichen. Das müsse so schnell als möglich besser werden, beschwor er die Bewerber. Nur 150 Meter entfernt liege die Glasfaser des Marktführers, ein Anschluss sei aber nicht möglich, da die bergab linke Seite der B 33 von Triberg aus versorgt werde – mit Telekom-Kupfer.

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Storz versprach im Namen der Kandidaten, dass man alles Mögliche tun werde, um diese Situation zu verbessern. Angesichts der nun deutlich erhöhten Zuschüsse sei es allerdings möglich, dass das Problem künftig nicht mehr beim Wollen liege, sondern an den Kapazitäten der Tiefbauer.

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