Marschmusik, Martinshorn und Mannschaft: Am Samstag war ein großer Tag für die Triberger Feuerwehr. Mit Pauken und Trompeten wurde ihr neues Tanklöschfahrzeug TLF 4000 eingeweiht und übergeben.

Am frühen Mittag setze sich ein Umzug vom Gerätehaus der Floriansjünger in Richtung Marktplatz in Bewegung. Angeführt wurde er von der Stadt- und Kurkapelle, deren Mitglieder in ihren historischen Uniformen die Blicke zahlreicher schaulustiger Touristen und Einheimischer auf sich zogen und unter der Leitung von Hansjörg Hilser mit zünftiger Marschmusik im wahrsten Sinne des Wortes den Ton angaben, gefolgt von den Mitgliedern der Gesamtwehr der Wasserfallstadt, die aus den Abteilungen Nußbach, Gremmelsbach und Triberg besteht. Das blumengeschmückte, neue Fahrzeug wurde von zwei älteren Modellen zum Marktplatz begleitet, wo Bürgermeister Gallus Strobel gemeinsam mit einigen Stadträten gespannt auf das neue Schmuckstück blickten.

„Für uns ist heute ein Tag der großen Freude“, sagte der Verwaltungschef im Hinblick auf die offizielle Übergabe des Fahrzeuges. „Ich bin auch sehr stolz, dass die Feuerwehr so stark vertreten ist“, lobte Strobel gut gelaunt. Er betonte, dass die Gesamtwehr mit ihren drei Abteilungen sowohl personell als auch materiell außerordentlich stark ausgerüstet sei und bedankte sich bei Kreisbrandmeister Florian Vetter für dessen Unterstützung bei der Anschaffung des neuen Tanklöschfahrzeugs.

„Es war wahrlich nicht billig“, so Strobel über das 430 000 Euro teure Gefährt. Trotzdem hätte der Gemeinderat der Anschaffung gerne zugestimmt, schließlich hing die Rettung von Menschenleben nicht zuletzt von der Ausrüstung ab. „Wenn ihr vor Ort seid, können wir beruhigt sein“, so Strobel. Das Fahrzeug sei auch eine Anerkennung der Arbeit der Feuerwehren. Gleichzeitig kündigte er auch die Neuanschaffung eines weiteren Fahrzeugs für die Gremmelsbacher Abteilung noch in diesem Jahr an. Gesamtkommandant Jens Wallishauser war sichtlich stolz auf sein neues Löschfahrzeug. Fünf Jahre hätte die Planungs- und Beschaffungsphase gedauert. Der Kommandant dankte dem Gemeinderat, dessen Votum einstimmig zugunsten eines Fahrzeuges ausgefallen sei, das „für unsere Zwecke konzipiert“ worden sei. Wallishauser erklärt zudem, dass es nach 35 Jahren schwierig sei, für das Vorgängergefährt geeignete Ersatzteile zu erhalten. Er bedankte sich bei seinen Kameraden, die etliche Zusatzproben in Kauf genommen hätten, um sich mit dem neuen Vehikel vertraut zu machen.

„Es ist nötig, dass die Fahrzeuge an die Anforderungen der Einsätze angepasst sind“, meinte Kreisbrandmeister Florian Vetter in seiner Ansprache und spielte damit auch auf die Topografie der Raumschaft an. Nicht weniger erfreut waren Nußbachs Kommandant Erhard Haberstroh und sein Gremmelsbacher Kollege Thomas Weisser. Auch ihre Abteilungen würden von dem Fahrzeug profitieren. Bevor es mit der eigentlichen Segnung losging, stellte Tribergs evangelischer Pfarrer Markus Ockert den Bezug zwischen Gottesdienst und Nächstenliebe dar.

Er appellierte auch, nicht in „geistige Brandstiftung“ zu verfallen. „Durch Worte können Funken in die Welt springen“, so Ockert. Imam Metin Sünnetci von der muslimischen Gemeinde sagte: „Die primäre Aufgabe einer Gemeinde ist der Dienst am Menschen. Zweifellos ist die Feuerwehr eine der Hauptsäulen dieses Dienstes“. Dieter Hartl von der neuapostolischen Gemeinde sprach ein Gebet über Fahrzeug und Feuerwehrmänner, während Stadtpfarrer Andreas Treuer im Anschluss zur eigentlichen Segnung schritt.

Das Fahrzeug

Das neue, 430 000 Euro teure Tanklöschfahrzeug TLF 4000 der Firma MAN-Rosenbauer hat ein Tankvolumen für 5000 Liter Wasser. Es fasst bis zu 500 Liter Mehrbereichsschaummittel sowie 150 Liter alkoholbeständiges Schaummittel und löst ein 35 Jahre altes Vorgängermodell ab. Das 340 PS starke Vehikel wiegt rund 18 Tonnen. Ein Tanklöschfahrzeug rückt im Brandfall als erstes aus. (lna)

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