Der Triberger Gemeinderat hat mit neun Ja-Stimmen und acht Enthaltungen für den Neubau eines Fußgängerstegs über die Gutach gestimmt. Vorab hatte es rege Diskussionen gegeben.

Bürgermeister wirbt fürs Brückle

Er wäre „städtebaulich ein großer Gewinn für die Attraktivität des neuen Parkdecks, weil es einen direkten Zugang zum Marktplatz ermöglicht“, warb Bürgermeister Gallus Strobel für den Neubau des bereits angekündigten Fußgängerstegs vom obersten Geschoss des Parkdecks Badinsel über die Gut­ach zum Gebäude Hauptstraße 60, wo neben dem NKD ein Durchgang zur Straße besteht. Ausgerechnet die CDU verweigerte dem Bürgermeister die Gefolgschaft, wiewohl sie durchaus bei ihm war, was die Attraktivitätssteigerung betrifft.

CDU mahnt zur finanziellen Weitsicht

„Wir haben zu Beginn der Sitzung erfahren, dass wir finanziell derzeit auf einem guten Weg sind – und das soll auch so bleiben, weil uns Rechnungsamtsleiterin Christin Rinnus auch daran erinnerte, dass der Haushalt 2019 sehr eng gestrickt ist“, nannte Klaus Wangler Gründe dafür, dass die Christdemokraten zwar nicht gegen den Bauantrag der Gemeinde stimmen, sich aber dennoch enthalten wollten. Zwar gebe es genügend Mittel im Haushalt, doch als Gegenfinanzierung stünde der Verkauf von Gemeindewald, der unbedingt vermieden werden sollte, so die Meinung der CDU-Fraktion. Er und seine Kollegen sähen es gerne, wenn man diese Aktion um ein Jahr verschieben könnte, wenn die ersten Zahlen vom Parkdeck vorlägen.

Konstruktion aus Stahl

Das Brücklein soll aus einer Grundkonstruktion aus Stahl bestehen und von Stahlstützen getragen sein. Um Gewicht zu sparen, soll es mit rutschsicheren und schneedurchlässigen GFK-Gitterrosten bestückt werden. Die Durchgangsbreite der Konstruktion soll 1,50 Meter betragen auf einer Länge von zwölf Metern. Rund 100 000 Euro sind dafür eingeplant, und der Bürgermeister plädiert dafür, die Brücke noch in diesem Jahr zu bauen – „bei der Umstellung des Haushalts auf Doppik können wir keine Haushaltsreste übernehmen“, wusste er.

"Glückliche Zahlung" macht's möglich

Ute Meier (SPD) fand den Steg nicht schlecht, da er barrierefrei sei. Klaus Nagel (FWV) lobte Klaus Wangler ob dessen besonnener, sachlicher Darstellung der Gründe für die Enthaltung der Fraktion – auch er sehe keine Dringlichkeit. Rafael Kammerer (CDU) plädierte dafür, das dritte Quartal und die dann vorliegenden Zahlen abzuwarten – Strobel sah eher das zweite als richtig an. Man habe eine „glückliche Zahlung von rund 500 000 Euro“ erhalten.

Dennoch – die CDU-Fraktion blieb dabei, sich zu enthalten, diesem Beispiel folgten einige weitere Mitglieder des Rats, so dass letztlich nur neun Ja-Stimmen für den Bauantrag vorlagen, dem standen acht Enthaltungen gegenüber.