Triberg – Die Schwarzwaldbahn-Tage sollen im kommenden Herbst eine zweite Auflage erfahren. Der Gemeinderat Triberg diskutiert in der morgigen Sitzung über die Veranstaltung am Samstag und Sonntag, 24. und 25. September. Die Sitzung findet sinnigerweise im Robert-Gerwig-Tagungsraum des Kurhauses statt. Robert Gerwig plante die Schwarzwaldbahn. Im kommunalen Haushalt der Stadt Triberg sind bereits insgesamt 8000 Euro für die Organisation der zweiten Schwarzwaldbahn-Tage eingestellt.

Die Stadtverwaltung unterstreicht die Bedeutung der Veranstaltung, unterstreiche sie doch Triberg als Mittelpunkt der Schwarzwaldbahn. Die Veranstaltung sei eine sinnvolle Ergänzung zur Vermarktung dieser historischen Strecke. Bislang gibt es den Schwarzwaldbahn-Erlebnispfad, eine Sonderausstellung im Schwarzwaldmuseum, die historische Dampflok 50 245 auf dem Bahnhofsvorplatz sowie die moderierten Tunnelfahrten im Dampfsonderzug.

Zwischenzeitlich wurde die Interessengemeinschaft Schwarzwaldbahn Triberg gegründet, in der sich neben der Deutschen Bahn auch Privatpersonen vorwiegend aus Triberg zusammengefunden haben. Dies garantiert eine fundierte Konzeption des Erlebnispfades sowie Aktivitäten der Vermarktung. Die Interessengemeinschaft möchte sich nach Auskunft der Verwaltung erneut bei der Umsetzung der Schwarzwaldbahn-Tage einbringen.

Für die zweite Auflage der Schwarzwaldbahn-Tage ist eine Lokparade samt Ausstellung von sechs bis acht begehbaren Lokomotiven vorgesehen. Darüber hinaus sind moderierte Tunnelfahrten im Dampfsonderzug vorgesehen. Neben Bewirtung und Rahmenprogramm soll es weitere Programmpunkte auf dem Bahnhofsvorplatz sowie Aktionen entlang des Erlebnispfades geben.

Es seien weitere Aktivitäten in Planung, so die Verwaltung. Diese erfolgten in enger Abstimmung mit den Fachbehörden sowie der Deutsche Bahn AG. Die DB Regio wolle die Tage werblich unterstützen.

Mitte September 2014 fand die Premiere der Schwarzwaldbahn-Tage rund um den Bahnhof Triberg statt. Ein Dampfsonderzug pendelte zwischen St. Georgen und Triberg. Die beiden Dampfloks an der Zugspitze und am Ende wurden von den Eisenbahnfreuden Zollernbahn sowie der Wutachtalbahn zur Verfügung gestellt. Auch gab es eine Sonderfahrt mit dem Trans Europa-Express (TEE). Eine Besonderheit: der Kanzlerwagen, in dem sowohl Konrad Adenauer als auch Ludwig Erhard einst saßen. In Hausach bestand die Möglichkeit, die Schwarzwaldbahn-Modelleisenbahn zu besichtigen. Natürlich nicht zu vergessen die Lok-Parade mit Elektro- und Diesellokomotiven. Hierbei wurden sowohl historische Loks, wie die E-Loks aus den 50er-Jahren oder die Diesellok aus den 70er-Jahren, als auch modernen Maschinen gezeigt.