Unlängst fand ein Vorschlag seine Verwirklichung, den ein bejahrter Gremmelsbacher Bürger vor einigen Monaten Ortsvorsteher Reinhard Storz machte – nämlich am Aufgang des Rappenfelsens ein Geländer anzubringen. Zwar sind dort seit vielen Jahren bereits Treppen in den Felsen gemeißelt, doch wagen ältere Wanderer den Aufstieg ohne Sicherung durch einen Handlauf häufig nicht mehr. Allgemein gilt dabei der Abstieg dort als noch gefährlicher.

Bei Ortsvorsteher, Ortschaftsrat, Bürgermeister und Gemeinderat der Stadt Triberg fand der Vorschlag Zustimmung. Nicht länger sollte das Besteigen des Felsens und die schöne Aussicht auf die Höhen von Schonach und Niederwasser älteren Menschen verwehrt sein. Auch der Zugang zu den Schalensteinen nicht, die durch neuere Forschungsversuche ins öffentliche Interesse gerückt sind. Vom Ergebnis ihrer Herkunft hängt nämlich ab, ob es ein historischer Felsen ist, oder nicht.

Ungeklärt ist, ob Menschen die Stufen geformt haben oder die Natur selbst die Schalensteine bearbeitet hat.
Ungeklärt ist, ob Menschen die Stufen geformt haben oder die Natur selbst die Schalensteine bearbeitet hat. | Bild: Karl Volk

Hartnäckig versuchen Archäologen die Schalensteine auf die Arbeit urzeitlicher Menschen zurückzuführen. Geologen dagegen lehnen das rundweg ab. Für sie sind die markanten Felsen ein Ergebnis der Jahrmillionen dauernden Arbeit der Natur. Ein überzeugendes System – Hinrichtungsstätten, Plätze für Leuchtfeuer – ist bisher nicht bekannt geworden. In seriösen wissenschaftlichen Betrachtungen wird diese Frage erst gar nicht thematisiert.

Völlig eindeutig ist die Situation beim Schlossfelsen. Mauerreste, Einkerbungen, eine herausgemeißelte Kammer und vor allem der Schacht für den Wasservorrat ist Menschenwerk. Und außer dem archäologischen Befund gibt es dafür auch noch schriftliche Quellen. Adalbert von Ellerbach, später von Hornberg, ist der erste Burgherr und zugleich der Erbauer der Burg.

Dieses interessante, wildromantische Felsengebiet wird sich weiterhin noch größerer Beliebtheit auch bei den älteren Besuchern erfreuen dürfen.