Plakate kündigten ihn seit Wochen an: Den Schwarzwälder Trachtenumzug, der jetzt zum vierten Mal im Rahmen des Triberger Schinkenfests stattfand und sich zu einem Großereignis entwickelt hat, das hunderte Schaulustige anzog.

Der Sonntag begann zunächst mit einem fast zweistündigen Festgottesdienst in der Triberger Stadtkirche, die aus allen Nähten zu platzen drohte. Denn nicht nur Dutzende Trachtenträger nahmen an der Messe teil, sondern auch zahlreiche Gäste aus Tribergs Partnerstadt Fréjus, die das 55-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft in der Wasserfallstadt mitfeierten.

Uhrenträger Furtwangen. Bild: Kienzler
Uhrenträger Furtwangen. Bild: Kienzler | Bild: Michael Kienzler

Pünktlich begann dann bei strahlendem Sonnenschein der vierte Trachtenumzug im Rahmen des Triberger Schinkenfests, an dem sich in diesem Jahr 24 Trachtengruppen und Musikvereine aus der Region und darüber hinaus beteiligten. „In diesem Jahr haben wir die Aufstellung umgedreht, sodass auch die Trachtenträger und Musiker einmal die anderen Gruppen sehen können“, informierte der Vorsitzende des veranstaltenden Trachtenvereins, Nikolaus Arnold. Der Musikverein Nußbach führte den bunten Zug an, und Bürgermeister Gallus Strobel sorgte dabei persönlich für einen reibungslosen Ablauf.

Entlang der Schulstraße, vor allem jedoch am Marktplatz und an der Hauptstraße, warteten zahlreiche kleine und große Zuschauer, die den Trachtenträgern und Musikvereinen begeistert zujubelten. Dabei waren neben den bekannten Bollenhüten aus Gutach auch die prächtigen Schäppel der jungen Schönwälderinnen, die markanten Hauben der Trachtengruppe Accordina von Turckheim im Elsaß, auch die hohen Strohzylinder aus Furtwangen und Triberg sowie die schwarzen Strohhüte der Trachtenträgerinnen aus Lauterbach ein beliebtes Fotomotiv.

Dass es sich bei den überlieferten Trachten stets um Festtagskleider gehandelt habe, wusste Kommentator Klaus Nagel zu berichten. Er wies unter anderem auch auf die regionalen und religiösen Unterschiede hin, die zur Entwicklung der unterschiedlichsten Traditionskleidungen führten.

Teil der bunten Schar waren in diesem Jahr weitere Vereine aus der Wasserfallstadt und aus Fréjus, der Partnerstadt an der französischen Mittelmeerküste. Besondere Aufmerksamkeit erregte nicht nur beim Umzug der Chor „Ofufolau 83“, der sich die Erhaltung der Kultur von Futuna im südlichen Pazifik auf die Fahnen geschrieben hat.

Nach dem Umzug strömten Teilnehmer und Zuschauer dann in wahren Massen zum Festgelände am Kurhaus.
 

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