„Die rote Erde ist Geschichte – wir wollen den Kopf nicht mehr in den Sand stecken“: Nach diesem Motto lebten in den vergangenen Jahren die Mitglieder des Sportvereins Nußbach, an der Spitze Martin Kienzler.

Großer Einsatz und immer wieder Rückschläge

Sie taten alles für ihren Sportplatz, suchten Sponsoren, leisteten immense Eigenarbeit, immer wieder keimte Hoffnung auf, dass es bald losgehen könnte mit dem Bau des Kunstrasenplatzes. Und immer wieder kam ein Rückschlag.

Instabiles Gelände

Denn bergseitig bereitete zunächst der Steilhang Kummer, da immer wieder Geröll nachrutschte. Der Weg über dem Sportplatz war schon seit längerer Zeit gesperrt. Nach intensiven Abgrabungen ist dieses Übel nun behoben. Zuvor aber war Naturschutz bedingt vieles zu beachten, auch da gab es einige Untersuchungen.

Die Kunstrasenbahnen wurden verlegt

Ende Juni begannen dann die Arbeiten. Und nun kann man das Ende absehen; die Kunstrasenbahnen wurden schon auf dem Nußbacher Sportplatz verlegt. Für die Arbeiter der Firma Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Haas aus ­Wangen-Roggenzell bedeutete dies viel Handarbeit. Denn genaue Maßarbeit war gefragt, vor allem beim Anbringen der Linien.

Exakte Maßarbeit ist bei der Verlegung des Kunstrasenbahnen auf dem Nußbacher Sportplatz angesagt.
Exakte Maßarbeit ist bei der Verlegung des Kunstrasenbahnen auf dem Nußbacher Sportplatz angesagt. | Bild: Priska Dold

Umweltfreundliches Korkmaterial

Nachdem der Platz komplett mit den Rasenbahnen ­belegt ist, erfolgt nächste Woche noch das Verkleben und Einsanden. Hier wird dann Quarzsand aufgestreut und eingebürstet. Auf einen Quadratmeter werden etwa 22 Kilogramm Quarzsand benötigt, dieser dient zur Beschwerung. Darüber wird – ebenfalls eingebürstet – ein Korkmaterial aufgebracht. Dieses Korkgranulat löst das bisherige Gummimaterial ab und gilt als umweltfreundlich, ist weich und gut bespielbar. Ein jahrelanger Traum geht nun in Erfüllung, der aber auch etwas kostspielig ist.

Ganz viele Unterstützer und fester Zusammenhalt

Ein wichtiges Standbein bei der Finanzierung war die Unterstützung vom Badischen Sportbund. Die vielen Spender, Helfer und Sponsoren, die Zusammenarbeit mit der Stadt Triberg, der unerschütterliche Glauben, das Projekt eines Tages umzusetzen, die Hoffnung auf einen Rasenplatz sowie der Zusammenhalt haben es nun ermöglicht: Der Traum ist wahr geworden. Nicht zuletzt, weil die Fußballer immer an der Sache drangeblieben sind.

Immer noch um jede Spende froh

Doch der Sportverein Nußbach muss noch einiges an Geldern aufbringen und ist auch heute noch um jede Spende froh. Ein Quadratmeter Kunstrasen ist – symbolisch – für zehn Euro zu haben, die Konten sind über die Homepage des SV Nußbach zu erfahren. Eine kleine Einweihungsfeier gibt es am Freitag, 14. September. Die ersten Heimspiele werden ausgetragen, ein Lokalderby steht an, beide aktive Mannschaften treten gegen Triberg an.

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