Seitdem Mikroplastik im menschlichen Blut nachgewiesen ist, müssten eigentlich die Alarmglocken läuten, meinte Referentin Cornelia Schoch-Koegel. Für die Landfrauen der Raumschaft Triberg hielt sie einen Vortrag zu Mikroplastik im „s’Felix“ in Nußbach und informierte darüber, wie Wasch – und Putzmittel, sowie Kosmetika selbst auf natürlicher Basis hergestellt werden kann.

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Einen guten Esslöffel Mikroplastik hatte sie aus einem Duschgel herausgefiltert und präsentierte es im separaten Glas. „Nehmen Sie das mal 7000, dann kriegen sie eine Ahnung, was in kurzer Zeit in einer kleinen Stadt an Mikroplastik freigesetzt wird“, machte sie auf die Dimensionen aufmerksam.

Die Klassiker funktionieren immer noch

Auf großes Interesse stießen ihre Putzutensilien, die sie aus Jute und Baumwollgarn strickt. Cornelia Schoch-Koegel riet von Microfasertüchern ab: Die belasten die Umwelt und greifen Oberflächen an. Soda, Natron, Zitronensäure, Essig und Kernseife, das sind die Bausteine, auf denen sie ihre Putz- und Waschmittel aufbaut. Diese ergänzt sie, je nach Einsatzgebiet mit Spiritus, Alkohol und Steinsalz.

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Als ihren persönlichen Favoriten legte sie den Landfrauen den Efeu ans Herz. Aufgekocht mit Wasser werden Saponine, also natürliche Waschstoffe, freigesetzt. Abgeseiht und dosiert wie ein Flüssigwaschmittel kann damit bunte und dunkle Wäsche in der Maschine gewaschen werden. „Mit Efeu putzen fühlt sich gut an“, kommentierte Cornelia Schoch-Koegel ihre Erfahrung. Für die antibakterielle Wirkung setzt sie ätherische Öle bei.

Zahncreme und Großmutter-Wissen

Die Landfrauen konnten die selbst gemachte Zahncreme probieren und nutzten den Abend intensiv zum Gedankenaustausch mit der Referentin. Dabei kam vieles zutage, was die Frauen noch von ihren Großmüttern wussten und in ihrer Kindheit erlebten.

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Für die Beschriftung der Marmeladengläser hatte Cornelia Schoch-Koegel noch einen ganz speziellen Tipp. Sie druckt ihre Etiketten per PC aus und klebt sie mit einem Schluck Milch auf die Gläser. „Für den Hausgebrauch reicht das und wenn sie feucht werden, löst sich das Etikett sofort ab“, erklärte sie. Im Anschluss an den Vortrag gab es viel Redebedarf und Erfahrungsaustausch unter den Frauen.

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