Das „höchste“ Fest im Jahreskreis wird in Gremmelsbach auf der Staude gefeiert. Das ist seit vielen Jahrzehnten so. Ausgerichtet wird es stets von der Musik- und Trachtenkapelle Gremmelsbach. Das wissen die Menschen in weiter Umgebung. Es hat sich längst auch bis zu den Urlaubsgästen herumgesprochen, was diese durch ihre eigene Mundart verraten.

Mit wenigen Ausnahmen war dieses Fest auch immer von günstigem Wetter begleitet, so auch über das vergangene Wochenende. In Scharen strömten die Besucher am Samstagabend herbei. Eine wundervoll sommerliche Atmosphäre gab ihr Bestes, die dunkle Wolke am frühen Abend löste sich entweder auf oder nahm eine andere Richtung und gab den Himmel für einen herrlichen Sonnenuntergang frei.

Personal hat alle Hände voll zu tun

Das Zelt war schon früh nahezu gefüllt, die beiden Plätze unterhalb auch. Das Küchen- und Bedienungspersonal hatte alle Hände voll zu tun, um die Anwesenden bedienen zu können. Bei vielen Veranstaltungen heutzutage ist die ältere Generation in der Überzahl, nicht so beim Waldfest. Da war eine Mischung zwischen Jung und Alt. Überall sah man fröhliche Gesichter in angeregten Gesprächen. Erstaunlich ist auch, mit wie vielen auswärtigen Kapellen und Bands die Gremmelsbacher Musiker freundschaftlich verbunden sind.

Eine Fahrkarte nach Gremmelsbach

Ein besonders malerisches Bild bot die Musikkapelle von Siegelau am Samstag, besetzt mit auffallend vielen Frauen in ihrer schmucken, originellen Tracht. Erstaunlich auch, auf welch hohem Niveau alle Darbietungen an beiden Tagen waren. Erwähnenswert ist, dass manche Musikstücke auch durch kraftvolle Stimmen von Solisten begleitet wurden. Und Unterhalter zwischendurch auch ihre Sprüche machten und Witze erzählten. Ein markantes Beispiel für Gremmelsbachs Bekanntheit: In Peking kann man mir nichts dir nichts eine Fahrkarte nach Gremmelsbach bekommen. Umgekehrt nicht so ohne Weiteres.

Die Band Lauterblech bereitete sich indessen für die Unterhaltung vom späteren Abend bis in die Nacht hinein vor. Sie spielte traditionelle und moderne Blasmusik. Musik wurde bis in den frühen Morgen hinein gehört. Die kam vom Band. Unter dem Zeltdach störte auch der Regen nicht.

Die Stadt- und Kurkapelle Triberg unter der Leitung von Hansjörg Hilser aus Gremmelsbach spielte am Sonntag für die Festbesucher über den Mittag. Wie nicht anders erwartet, waren das Zelt und die beiden Vorplätze gut besetzt. Für den Nachmittag kamen die Kapellen aus Unterentersbach aus dem Seitental des Gutachtals und vom Furtwanger Katzensteig.

Musik- und Trachtenkapelle sehr zufrieden

Über Ablauf, Wetter und Anzahl der Gäste äußerte sich Daniel Dresp im Namen des Vorstandsteams der Gremmelsbacher Kapelle hochzufrieden.