Die Fußballer des Sportvereins Nußbach haben erfolgreich Flüchtlinge in ihrer Mannschaft integriert. Nun waren Kuno Kayan, Vorsitzender des südbadischen Fußballverbandes, Bezirk Schwarzwald, und Horst Kienzler, Integrationsbeauftragter, zu Gast im Vereinsheim.

Das persönliche Engagement des Vorsitzenden, Martin Kienzler, von Trainer Richard Dittrich und aller Spieler sei beispielhaft. Dieses Engagement galt und gelte, um Flüchtlinge zu integrieren. Das ist den Fußballern gelungen: Seit mehr als einem halben Jahr trainieren und spielen Adama Ndure aus dem Irak und Thiaa Thajeul Oda aus Gambia bei den Nußbacher Kickern mit. „Ich hab immer eine Gruppe junger Männer bei Maria Tann gesehen“, erzählt der in Unterkirnach wohnende Trainer. Er nahm sie manchmal in seinem Auto mit nach Villingen und lud sie nach einiger Zeit zu seinem Fußballtraining ein. Nach anfänglichen Verständigungsschwierigkeiten klappte es und seither sind sie dabei – und zwar sehr gerne.

Der 20-jährige Adama und der 26 Jahre alte Thiaa Thajul kommen gerne nach Nußbach ins Training, wie sie bestätigten. Ein Ziel des Trainers war es auch, sie bei Spielen einzusetzen, was die beiden besonders freut. Beide besuchen Deutschkurse in Villingen, Adama strebt den Hauptschulabschluss und eine anschließende Schreinerlehre an.

Väterlich klopfte der Trainer seinen besonderen Schützlingen auf die Schulter und lobte auch das soziale Verhalten der Beiden. Sie haben sich gut in die Mannschaft eingegliedert, sitzen auch nach Spiel oder Training mit den anderen zusammen. Dies helfe auch, in der Gesellschaft anzukommen. Auch mit der Verständigung klappe es immer besser, sagte Dittrich und fügte augenzwinkernd hinzu: „Beim Thema Fußball gibt’s eh nur eine Sprache.“

Kuno Kayan, Vorsitzender des südbadischen Fußballverbandes, Bezirk Schwarzwald, und Horst Kienzler, Integrationsbeauftragter des Bezirks, hatten auch einen Scheck über 500 Euro dabei. Dieser Betrag wurde bei der Egidius-Braun-Stiftung beantragt, der Titel lautet hier „1:0 für ein Willkommen“. Diese Prämie gilt ausschließlich der Integrationsarbeit und muss zweckgebunden verwendet werden. Die sportliche Ausstattung der beiden Flüchtlinge ist damit gesichert.

Strenge Regularien sind hier gegeben, der Verein muss die Ausgaben dokumentieren.