Begeisterung breitete sich beim Mittelalterfest im Pflegeheim St. Antonius unter den Bewohnern aus. Kein Wunder bei dem, was den Senioren beim imaginären Ausflug auf eine alte Burg geboten wurde. Sie konnten freilich ruhig im großen Speisesaal sitzen bleiben und mussten keine Strapazen beim Klettern auf den Berg befürchten, denn das Mittelalter kam zu ihnen.

Dekoration im Stile von Burgen

Die Alltagsbegleiterin Petra Aillaud-Kienzler, die mit ihren Kolleginnen das Fest vorbereitet hatte, sorgte dafür, dass der Raum mit Attributen aus der Burgenwelt dekoriert war. Alle Mitarbeiter waren als Burgfräuleins, Küchenmägde, sowie Ritter verkleidet. Zu den Burg-Bewohnern kam noch ein Gaukler aus dem Ortenaukreis hinzu, der als Jongleur, Clown und Musikant auftrat, um die Lachmuskeln der älteren Bewohner ausgiebig zu strapazieren.

Gaukler und Spielleute

Die fahrenden Spielleute traten im Mittelalter auf Märkten und in Burgen auf, doch der Künstler Günter Frei aus Kehl am Rhein, den Petra Aillaud-Kienzler angeheuert hatte, schien alle seine Kollegen aus früheren Zeiten zu übertreffen.

Kecke Rätselfrage der Senioren

Neben verblüffenden Kunststücken präsentierte er einen Witz nach dem anderen, so dass er immer die Lacher auf seiner Seite hatte. Nur einmal, als einige Senioren ihm keck eine Rätselfrage stellte, kam er richtig in Verlegenheit. „Wie nennt man ein Huhn mit Hörrohr?“, wurde der Gaukler gefragt. „Das ist eine taube Henne“, freuten sich die älteren Frauen und Männer über die Sprachlosigkeit des Magiers. Doch Frei ließ sich nicht einschüchtern und begann, Blaubeer-Pfannenkuchen zu backen.

Lustige Lieder aus der Jugendzeit

Auch lustige Lieder aus der Jugendzeit der Senioren wurden gesungen, angefangen von „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ über „Alle meine Entchen“ oder „Bruder Jakob“ bis hin zum „Hut mit den drei Ecken“.

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Eineinhalb Stunden dauerte das spannende Mittelalter-Programm. Und immer, wenn Frei eine Umbau-Pause machte, tanzten die Burgfrauen in ihren hübschen Kleidern durch die Reihen. So hatten nicht nur die Bewohner des Pflegeheims ihren Spaß, sondern auch die Mitarbeiter.