Knapp zwei Wochen lang hielt ein unbekannter Reifenstecher die Raumschaft Triberg in Atem. Dann endete die Serie abrupt. Ist die Gefahr gebannt? 50 zerstörte Reifen, teilweise zerkratzter Lack und damit ein Schaden, der in die Zehntausende gehen dürfte: Das ist alles, was von dem unbekannten Reifenstecher übrig geblieben ist, der während des Jahreswechsels in der gesamten Region unterwegs war.

Begonnen hatte die unheimliche Serie an Heiligabend in Schonach, als an mehreren Autos die Reifen beschädigt wurden. Es folgten in den darauffolgenden zwei Wochen weitere Taten auf dem Geutsche-Parkplatz, am Gasthaus Hirzwald, in der Triberger Hauptstraße, in der Schwarzwald-, Haupt- und Klosterstraße in Schönwald und sogar in der Josef-Dorer-Straße in Furtwangen. Die Ermittler schlossen außerdem nicht aus, dass eine weitere Tat in St. Georgen auf das Konto des Täters geht.

Auffällig in diesem Zusammenhang ist allerdings ein weiterer Vorfall am 12. Januar auf dem Wanderparkplatz Prisen zwischen Schönwald und St. Georgen, bei dem an mindestens fünf Fahrzeugen Reifen zerstochen wurden. Diese Tat passt doch eigentlich in das Muster der Serie, oder?

„Wir haben seit dem 7. Januar keine Taten mehr in diesem Zusammenhang“, widerspricht Polizeisprecher Dieter Popp möglichen Verbindungen zwischen der Serie und den zerstochenen Reifen am Prisen. Popp erklärt weiter: „Einzeltaten durch andere sind natürlich nie auszuschließen.“ Was die Serie betrifft, so sei es allerdings in den vergangenen zwei Wochen ruhig geblieben. Ob die Autofahrer in der Region aber aufatmen können, ist nicht klar. Schließlich konnte der Täter bislang nicht gefasst werden.

Doch wie gehen die Ermittlung der Polizei, die von dem Polizeiposten in Triberg federführend übernommen wurden, nun weiter? „Sollte die Polizei keine Anhaltspunkte auf den Täter feststellen können, wird die Akte an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet“, so der Polizeisprecher. Die zuständige Ermittlungsbehörde in Konstanz bleibe dann derzeit nichts anderes übrig, als die Ermittlungen vorerst einzustellen. Popp: „Dabei handelt es sich um ein ruhendes Verfahren, das jederzeit wieder aktiviert werden kann, wenn es neue Anhaltspunkte auf den Täter gibt.“

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Auch die Bilder aus der Überwachungskamera, die einen möglichen Tatverdächtigen zeigen und zum Unmut der Polizei in sozialen Netzwerken als privater Fahndungsaufruf geteilt wurden, hätten die Polizei nicht entscheidend nach vorne gebracht. Es gab dadurch keinen Durchbruch.