Beim musischen Abend der Realschule Triberg war schwer zu sagen, wer mehr Spaß und Freude hatte. Waren es die 200 Angehörigen, die immer wieder begeistert applaudierten oder waren es die jungen Sänger und Schauspieler auf der Bühne, die völlig in ihrem Element waren?

Neuer Termin

Zum ersten Mal wurde der Traditions-Abend nicht in der Adventszeit angeboten, sondern kurz vor den Fastnachtsveranstaltungen. Keck und fröhlich traten die 53 Schüler der beiden fünften Klassen auf die Bühne im großen Pfarrsaal der Stadtkirche und begrüßten mit originellen Plakaten und Reden ihr Publikum.

Das könnte Sie auch interessieren

Ein schwungvolles Begrüßungslied der B-Klasse leitete den Abend ein. Musiklehrerin Martina Brielmaier begleitete auf dem E-Piano, einige Lieder umrahmte ihre Kollegin Simone Rössler mit der Gitarre. Aber auch instrumentale Solostücke wurden präsentiert.

Solo auf die Bühne

„Einige von unseren Mitschülern trauen sich, ein Stück ganz allein vorzutragen“, kündigte eine junge Moderatorin an. Und schon spielten Emilia und Daniele auf ihren Klarinetten das Lied „Bruder Jakob“. Pascal blies mit seiner Trompete das Stück „Hänsel und Gretel“ und Daniele rundete auf der Klarinette mit der „Asiatischen Melodie“ das Mini-Konzert ab.

Erlebnisse in Versform

Unter der Leitung der beiden Klassenlehrer David Henrich und Florian Kury gaben die Schüler auch unterhaltsame Gedichte zum Besten. Besonders spannend wurde es, als sie in Versform von ihren Erlebnissen in der Realschule (RST) berichteten. „Schon bei der Einschulung wurde uns klar: In der RST ist es wunderbar. Am ersten Tag in der Schul‘ fanden wir alle Lehrer cool“, hieß es in der Einleitung.

Die Fünftklässler sind stolz auf ihre selbstgebastelten Plakate.
Die Fünftklässler sind stolz auf ihre selbstgebastelten Plakate. | Bild: Maria Kienzler

Als die Fünfer dann die Pädagogen näher charakterisierten, gab es viel Gelächter und Schmunzeln bei den Angehörigen. „Der Bart von Herrn Engst sitzt am rechten Fleck und er unterrichtet uns mit dem iPad“, schilderte eine Sprecherin den Konrektor. „Frau Baumann trägt nur hohe Schuhe und Herr Häffner bittet immer um Ruhe“, hieß es weiter.

Das könnte Sie auch interessieren

Nachdem sämtliche Lehrer an der Reihe waren, wurde mit Walkingstöcken der Wandertag im Wald anschaulich aufgeführt. Auch der Eislauftag und der Theaterbesuch fehlten nicht in den lustigen Versen. Mit Plakaten lieferte danach die A-Klasse unter der Leitung ihrer Englisch-Lehrerin Melanie Hentschel so manche Überraschung, bei der auch englische Songs nicht fehlten.

Piraten auf Tour

Den Höhepunkt des Abends bildete jedoch ohne Zweifel das Singspiel „Piraten auf Tour“, das mit vielen Abenteuern über die Bühne ging. Mit englischen und deutschen Liedern und vielen Texten erfuhren die Eltern, was ihre Kinder auf hoher See am meisten schätzten. Es war das Feiern in den Nächten und das Ausschlafen in der Koje bis zum Mittagessen.

Erleichterung im Heimathafen

Besonders genossen die Mädchen und Jungen ihre grenzenlose Freiheit. Doch nach vielen Stürmen und Gefahren auf den „sieben Weltmeeren“ bekamen die jungen Piraten großes Heimweh und alle atmeten erleichtert auf, als ihr Heimathafen in Sicht war und sie wieder festen Boden unter den Füßen hatten.

Die jungen Piraten singen auf ihrem schwankenden Schiff.
Die jungen Piraten singen auf ihrem schwankenden Schiff. | Bild: Maria Kienzler

„Das war ein schöner Abend“, schwärmten Eltern, Lehrer und weitere Besucher. Besonders stolz war der Schulleiter Thomas Serazio auf die aufgeweckten Fünftklässler. Die hatten den musischen Abend selbstständig moderiert und alle Lieder dafür auswendig gelernt.