50 Schüler der Realschule (RST) Triberg konnten sich am Freitagabend über ihre erfolgreich abgeschlossene Mittlere Reife freuen. Im feierlichen Rahmen, mit musikalischer Begleitung von der Big Band der RST, wurden Zeugnisse und Auszeichnungen vergeben und alte Erinnerungen an die Schulzeit geweckt.

Ernte nach harter Arbeit

Nachdem die Big Band alle Gäste mit dem Stück „Celebration“ von Ronald Bell eingestimmt hatte, begrüßte auch Realschulkonrektor Thomas Serazio die zahlreichen Familien, Freunde, Lehrer und Ehrengäste. Nach langer und harter Arbeit der Entlassschüler könne nun die Ernte eingefahren werden. Er freute sich sehr für die Klasse und wünschte ihr, dass sich der Fleiß der vergangenen Jahre auszahlen wird.

Die 50 Abschlussschüler erhalten ihre Zeugnisse. Applaus erhalten sie von Schulleiter Waldfried Sanmann (rechts).
Die 50 Abschlussschüler erhalten ihre Zeugnisse. Applaus erhalten sie von Schulleiter Waldfried Sanmann (rechts). | Bild: Rebekka Bösinger

Auch Realschulrektor Waldfried Sandmann sprach in seiner Rede davon, dass nun nicht nur ein Schuljahr, sondern auch ein ganzer Lebensabschnitt enden würde und er die Schüler jetzt aus seiner Obhut entlassen müsse. Häufig bekäme er die Frage gestellt, ob all das Lernen wirklich einen Sinn gehabt hätte. Und seine Antwort darauf sei immer eindeutig „Ja“ gewesen. Nichts von alledem sei vergebens gewesen, und jede Anstrengung würde sich lohnen, so Sandmann. Selbst wenn man das meiste vergisst, würde das Gemerkte doch weiterhelfen und die Persönlichkeit fördern.

Schmied der eigenen Bildung

Auch war ihm sehr wichtig zu betonen, dass Bildung aus Neugier immer besser sei als Bildung durch äußeren Zwang. „Jeder ist Schmied seiner eigenen Bildung und hat sein Leben selbst in der Hand“, erklärte er. Schlussendlich wünschte er den Schülern der Abschlussklasse, dass ihnen der Weg zum Erwachsenwerden gelingen möge, auch wenn sich die Wege jetzt trennen.

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Nach einer kurzen musikalischen Darbietung von den beiden Entlassschülerinnen Regina und Melanie Amendt, die am Klavier und mit Violine das Stück „Cazardas V. Monti“ zum Besten gaben, richteten Schönwalds Bürgermeister Christian Wörpel, Elternbeiratsvorsitzende Simone Lorbeer und Schülersprecher Annika Mayer und Peter Nock ihre Worte an die Abschluss-Schüler der Klassen 10a und 10b.

Umwege sind wertvolle Erfahrungen

„Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt“, zitierte Wörpel den Dichter Heinrich Heine. Er riet außerdem dazu, niemals aufzugeben, an sich zu glauben und sich seiner Stärken bewusst zu werden. Auch Umwege würden im Leben für wertvolle Erfahrungen sorgen. Selbst die Schülersprecher, die sich bei den Lehrern und Eltern für die jahrelange Unterstützung und Hilfe bedankten, gaben zu, dass sie vielleicht sogar die Lehrer vermissen würden, was lautes Gelächter im Kurhaus auslöste.

Lob und Preis

Andächtig wurden im Anschluss die Zeugnisse vergeben. Weiter bekamen neun Schüler ein Lob und elf Schüler einen Preis für ihre überragende Leistung ausgehändigt.

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Eine besondere Auszeichnung erhielt Sarah Schwer. Sie war nicht nur Schulbeste und Trägerin des Preises des Gemeindeverbands aufgrund ihres großen Engagements und ihrer Hilfsbereitschaft, sondern erhielt zusätzlich den Sozialpreis. Da sich die Lehrer jedoch nicht auf eine Person hatten einigen können, wurde auch Katharina Sickinger mit dem Sozialpreis des Fördervereins ausgezeichnet. Sie hatte mit Fleiß in der Schule, aber auch mit Ideen zum Thema Klima- und Umweltschutz überzeugt. Weitere Preise für ihre Leistungen im Schulsanitätsdienst erhielten Tom Glück, Nils Hummel, Pascal Lauble, Kim Obert, Benita Schneider, Mathias Schondelmaier, Louana Sharma, Rajas Thanheiser und Konstantin Wöhrle.

Schüler unterhalten Lehrer und Familien

Nach dem offiziellen Teil der Feier übernahmen die Schüler das Programm. Sie unterhielten die Lehrer, Freunde und Familien mit Filmbeiträgen über Lehrer, einem Tanz, einer Vorführung der typischen Schüler, die jeder kennt, und Lehrerspielen. Für ihre sechs Jahre lange Unterstützung überreichten die Schüler ihren Lehrern Geschenke als Dankeschön.