Nach dem Jahreswechsel rückt die fünfte Jahreszeit immer näher. Die Organisation in der Narrenzunft läuft aus gutem Grund auf Hochtouren: 150 Jahre Triberger Fasnet gilt es zu feiern.

Am 6. Januar ist die Fasnetseröffnung am Narrenbrunnen. Ab da sind der Triberger Teufel, Spättlehansele, der rote Fuchs und der Federèschnabel mitsamt Narrenrat unterwegs in der Region.

Das Jubiläum findet am Samstag/Sonntag, 4./5. Februar, statt: dann steht ganz Triberg unter dem närrischen Stern. Viele Höhepunkte stellt die Narrenzunft auf die Beine. Vereine aus der Vereinigung der schwäbisch-alemannischen Narrenzünfte (VSAN) rücken an, um das „Landschaftstreffen Schwarzwald“ gebührend mitzufeiern.

1. Tag: Samstag, 4. Februar

  • Beginn: Der Startschuss für das Jubiläum ist um 16.30 Uhr mit der Einweihung des „Spättle“ am Narrenbrunnen. „Zum 40. Geburtstag soll der Narrenbrunnen als Geschenk seine fehlende Figur bekommen“, tönen die Narren sinngemäß durch das Tal. Der fatale Mangel am Brunnen erfährt endlich seine Erlösung. Mit der Stadtmusik, vielen Ehrengästen, dem Tanz der Jungteufel und unter den Augen der ganzen Narrenschar soll das Spättle in würdiger Form seinen neuen Platz bekommen.
    Im Jahr 1980 wurde die fröhlich wirkende historische Figur, sie trägt das „Blätzlehäs“, von der Narrenzunft „wiederbelebt“.
  • Straßenfasnet: Ab 17.30 Uhr unterhalten Gastzünfte das Publikum mit verschiedenen Brauchtumsveranstaltungen.
  • Teufelsumzug: Um 19 Uhr findet dann der traditionelle Teufelsumzug durch Triberg statt. Wild geht es sodann beim Triberger Teufelstanz zu. Anschließend ist närrisches Treiben in der Stadt. Auf eine Freinacht wird verzichtet.

2. Tag: Sonntag, 5. Februar

  • Offizielles: Am Sonntag ist um 10 Uhr die Narrenmesse. Dieser schließt sich der Zunftmeisterempfang an.
  • Narrensprung: Um 13 Uhr der Narrensprung zum Jubiläum beginnt. Erwartet werden 36 Gruppen mit etwa 3500 Hästrägern, geschmückten Wagen, Guggenmusikern und Musikkapellen. Die weiteste Anfahrt hat wohl eine Guggenmusik aus der Schweiz. Die Dorauzunft aus Bad Saulgau kommt, die Narrenzunft aus Bad Säckingen und die Spritzenmuck aus Ehingen an der Donau. Ehrensache, dass Gruppen aus der Region bei der Parade dabei sein sowie die Zünfte der Narrenvereinigung VSAN.
  • Umzugsstrecke: Los zieht der – mit Sicherheit farbenprächtige Lindwurm – an der Rohrbacherstraße. Weiter geht es über die Friedrich-, Luisen-, Schul- und Gartenstraße in die Hauptstraße. Viel Trubel wird dann am Marktplatz herrschen. Beim Kurhaus wird die Parade enden.
    Zu erwarten ist, dass reichlich Publikum den Straßenrand säumt – und zu hoffen, dass sich der Wettergott sich gnädig zeigt.
  • Shuttleservice: Von Hausach bis Triberg sowie Schonach und Schönwald in die Wasserfallstadt wird ein Shuttlebus fahren. Gut zwei Dutzend Vereine aus Triberg und der Umgebung stellen Stände auf, um das Publikum und die Akteure zu versorgen. Daneben unterstützt die Gastronomie die Versorgung. Über tausend Übernachtungen von Umzugsteilnehmern werden erwartet. Die Übernachtungszahlen schießen während der närrischen Zeit in die Höhe. Teils in Hotels, teils in Massenunterkünften kommen die Leute unter. Der Flyer mit der Übersicht wird demnächst gedruckt.
  • Unterstützer: Bei der Organisation über die Jubiläumstage hinweg wird die Narrenzunft von Vereinen aus Triberg und der näheren Umgebung unterstützt. An vielen Ständen sollen sich die Akteure und Zuschauer mit Getränken und Imbissen versorgen können.
  • Werbegag: Die mit 500 Mitgliedern stark vertretene Zunft hat Etikette – und die sogar über drei Millionen Mal. Zusammen mit der „Kieschtock-Zunft“ aus Unterkirnach ziert die „Narrenzunft Triberg“ seit dem 11. November die rückseitigen Etiketten der Pils-Bierflaschen von der Fürstenberg Brauerei. Ein geschickter Werbegag mit historischen Jubiläumsfiguren, könnte man meinen.
Informationen im Internet: www.narrenzunft-triberg.de und www.narrentreffen-triberg.de