Die Stadt Titisee-Neustadt nimmt ihre Verantwortung für die Sicherheit im öffentlichen Raum in Zeiten von Corona sehr ernst. „Deshalb verstärkt sie das Personal, das in Titisee-Neustadt Kontrollgänge zur Einhaltung der Landesverordnung durchführt“, informiert Stadtsprecher Philipp Appenzeller.

Gerade bei schönem Wetter und am Wochenende zieht es Spaziergängerinnen und Flaneure nach draußen, aber auch mehr Menschen aus der Umgebung könnten auf die Idee kommen, einen Ausflug in den Schwarzwald zu unternehmen. Die Polizei im Landkreis kann eine flächendeckende Kontrolle der Landesverordnung nur mit Unterstützung der Kommunen leisten. Dieser Verantwortung kommt die Stadtverwaltung nach. Um auf diese Situation vorbereitet zu sein, setzt die Stadt als Ortspolizeibehörde neben dem Gemeindevollzugsdienst ab sofort fünf zusätzliche Angestellte der Parkierung ein. Das Personal ist mit entsprechenden Westen, Schutzschildern und Dienstausweisen ausgestattet und soll die Menschen, die draußen unterwegs sind, zunächst per Ansprache und über Informationsflyer proaktiv über die geltenden Regeln und deren Sinn informieren.

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Um kritische Situationen zu unterbinden, in denen eine erhöhte Ansteckungsgefahr droht, ist aber auch die Aufnahme der Personalien und das Verhängen eines Bußgeldes möglich. Wenn Personen sich aggressiv verhalten, wird zudem die Polizei hinzugezogen. Neben geeigneter Schutzausrüstung hat das Personal vorab eine genaue Einweisung erhalten, um die Kontrollen sicher und konsequent durchführen zu können. Die Stadtverwaltung hat hierzu auch einen Informationsflyer entworfen, um die geltende Rechtslage in übersichtlicher Form für Bürger verständlich zu machen.
„Ich bedanke mich ganz herzlich bei den Mitarbeitern aus der Parkierung, dass sie uns in dieser Krise an kritischer Stelle so unterstützen,“ erklärt Bürgermeisterin Folkerts, die weiß, dass gerade diese Mitarbeiter sehr Praxis erprobt sind im Umgang mit Bürgerkontakt in schwierigen Situationen. „Mir ist bewusst, dass dies keine leichte Aufgabe ist – umso mehr helfen uns diese Kontrollen aber unmittelbar, die Ausbreitung des Corona-Virus weiter zu verlangsamen bzw. zu unterbinden“, so Folkerts, “denn die Vorschriften der Landesregierung sind keine bloßen Empfehlungen. Ihre Missachtung ist mit einem empfindlichen Bußgeldkatalog belegt.“
Halten sich Personen beispielsweise mit mehr als der erlaubten Personenzahl im
öffentlichen Raum auf drohen 100 -1000 Euro Bußgeld pro Person. Nimmt eine Person an einer Veranstaltung oder Gruppenversammlung von mehr als fünf Personen teil, drohen 250 bis 1000 Euro je Teilnehmer.

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