Die Freude in Neustadt und die Skisprungfans im Hochschwarzwald ist groß, nachdem der Internationale Skiverband (FIS) überraschend das Weltcupspringen im kommenden Februar an die Neustädter vergeben hat. Vom 14. bis 16. Februar 2020 wird Titisee-Neustadt erneut Gastgeber für die Skisprung-Weltelite sein. Im vergangenen Jahr hatten die 800 Helfer viele Stunden Vorbereitungsarbeit geleistet, doch dann machte das Wetter einen Strich durch die Rechnung des Veranstalters. Die Schneemassen rutschten im steilen Aufsprungbereich durch den Starkregen ab und der Traum vom zehnten Doppel-Weltcup auf der Hochfirstschanze platzte wie eine Seifenblase. Aus Sicherheitsgründen musste die Veranstaltung abgesagt werden.

Eigentlich hätte Titisee-Neustadt 2020 turnusmäßig pausieren müssen. Der Weltcup Zusatztermin im Februar war ursprünglich im türkischen Erzurum geplant. Da die dortigen Veranstalter absagten, kam Titisee-Neustadt ins Spiel. Bei der FIS-Kalenderkonferenz in Zürich wurde nun die Wälderstadt als Austragungsort aufgenommen.

Neben dem FIS Welt-Cup Skispringen steht am 3. und 4. Januar 2020 der FIS Continental Cup an.

Doch nicht nur der Blick in die Zukunft versetzt die Skisprung-Fans in Begeisterung. So wird am Freitag, 3. Mai, um 18.30 Uhr im Kurhaus in Titisee die Skispringerin und Weltmeisterin Ramona Straub empfangen. Die Stadt Titisee-Neustadt und der Skiclub Langenordnach ehren gemeinsam das heimische Skisprungtalent für ihr WM-Team Gold in Seefeld. Zwei Wochen später stürzte die Schwarzwälderin in Oslo am Holmenkollen schwer, die Folge waren ein Kreuzbandriss am rechten Knie und damit neun Monate Zwangspause. Bereits 2014 hatte das 25-jährige Skisprungtalent einen Kreuzbandriss am linken Knie, fast zwei Jahre war die Schwarzwälderin außer Gefecht gesetzt. "Dass nun diese Verletzung gerade auf dem Höhepunkt ihrer Sportkarriere passiert, ist sehr bedauerlich", wie Bundestrainer Andreas Bauer jüngst erklärte.