Bereits am Mittwochabend kontaktierte eine 80-jährige Frau aus dem Hochschwarzwald kurz nach 20 Uhr die Polizei. Sie war kurz zuvor von einem angeblichen Polizeibeamten angerufen worden, der sie darum bat, aus Sicherheitsgründen ihren Schmuck und Goldmünzen zur Abholung zu richten. Die Sachen würden zeitnah abgeholt werden müssen. Kräfte der Polizeireviere Titisee-Neustadt, Freiburg-Süd und der Kriminalpolizei wurden eingewiesen, so dass wenige Stunden später der Abholer und zwei ihn unterstützende Personen vor Ort festgenommen werden konnten.

"Hierbei handelt es sich um einen 27-jährigen Mann kosovarischer Staatsangehörigkeit sowie einen 17-Jährigen syrischer Staatsangehörigkeit und einen 21-Jährigen deutscher Staatsangehörigkeit", informierte ein Polizeisprecher. Alle drei sind aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein. Der 17-Jährige ist bislang nicht polizeilich in Erscheinung getreten, die beiden anderen sind bereits im Bereich der Eigentums- und Gewaltkriminalität auffällig geworden. Der 27-Jährige wurde am Freitag dem Haftrichter vorgeführt. Das Amtsgericht ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft Freiburg Untersuchungshaft an.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut vor Telefonbetrügern und gibt folgende Verhaltenshinweise:

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen.
  • Legen Sie den Hörer auf, wenn Ihnen etwas merkwürdig erscheint.
  • Sprechen Sie am Telefon niemals über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen.
  • Sprechen Sie mit Ihrer Familie oder anderen Vertrauten über den Anruf.
  • Wenn Sie unsicher sind: Rufen Sie die Polizei unter der 110 (ohne Vorwahl) oder Ihre örtliche Polizeidienststelle an. Nutzen Sie nicht die Rückruffunktion.