Mit einer Mülltonne oder auf Schwarzwälderisch "Dreckeimer", als Renngefährt auf eine spektakuläre Strecke zu gehen, diese Idee kann nur von den Hornochsen Neustadt und den Neustädter Gägs kommen. Dass sie dabei den Nerv des Publikums treffen, zeigte sich beim fünften Dreckeimer-Rennen am Samstag und Sonntag am Fuß der Hochfirstschanze.

Im Fahrerlager gibt es vor den Rennen noch einige Fachgespräche.
Im Fahrerlager gibt es vor den Rennen noch einige Fachgespräche.
  • Dreckeimer als Renngefährt: Mut gehört schon dazu, wenn man sich auf einen Mülleimer mit Rädern legt, um dann die Bergabfahrt an der Hochfirstschanze mit mehreren Kurven in Angriff zu nehmen. Gleich nach der Rampe kommt die "Banki-Corner" , hier gab und gibt es immer wieder kleinere Unfälle. Doch das DRK stand im Notfall parat. 29 Wagemutige sorgten für das spektakuläre Event, in die Männerdomäne wagten sich auch sechs Amazonen. Für Carmen Schoch auch Dornhan war es eine Premiere. Die 46-jährige Erzieherin mit Startnummer 26 ließ sich von ihren männlichen Mitstreitern des "Amazing Trashkiebel Racer-Teams" ordentlich anfeuern. "Die Strecke und das Rennen macht voll Bock", erklärt sie. Das Team Villinger bestand aus gleich vier Damen und dazu die Feuerwehrfrau Nena. Auch die Hornochsen, Gägs und das Team Wackinger kamen aus Titisee-Neustadt, um sich mit bis zu 50 Stundenkilometer im spektakulären Rennen zu messen.
  • Egal ob einheimische Fahrer oder Gäste, die beispielsweise aus Philippsburg oder Dornhan kamen, das Publikum feuerte jeden einzelnen Teilnehmer lautstark an beim fünften Dreckeimer-Rennen an der Hochfirstschanze. Bilder: Gerold Bächle
    Egal ob einheimische Fahrer oder Gäste, die beispielsweise aus Philippsburg oder Dornhan kamen, das Publikum feuerte jeden einzelnen Teilnehmer lautstark an beim fünften Dreckeimer-Rennen an der Hochfirstschanze. Bilder: Gerold Bächle
  • Großer Spaßfaktor: Im Team der Hornochsen mit dabei war Joachim Häfker, der im Winter an der Hochfirstschanze als Generalsekretär beim Weltcuprennen auf sich aufmerksam macht. Er war von Anfang an mit dabei, als vor fünf Jahren das erste Dreckeimer-Rennen startet. "Das macht soviel Spaß, da muss man einfach mitmachen", so der Sieger vom vergangenen Jahr. Letzendlich steht bei den 29 Teilnehmern auch nicht das Gewinnen im Vordergrund, sondern ganz klar der Spaß. "Also just for Fun", lacht Häfker
  • Kleine Stürze gibt es immer wieder, hier Jörg Lampert. Verletzt wurde der Fahrer nicht, für ihn hieß es aufsitzen und weiter auf die Strecke.
    Kleine Stürze gibt es immer wieder, hier Jörg Lampert. Verletzt wurde der Fahrer nicht, für ihn hieß es aufsitzen und weiter auf die Strecke.
  • Rennstrecke: Mit diesem Dreckeimer-Rennen wurde die Schwarzwälder Rennszene revolutioniert. Die 317,5 Meter lange Strecke ist die Zufahrtsstraße zur Hochfirstschanze. Diese wurde im Vorfeld von dem Veranstalter entsprechend mit Banden sicherheitsgerecht präpariert. Nach jeder Fahrt war einer der fünf Saubermänner im Einsatz, die mit Besen die Strecke wieder in den Topzustand versetzten. Gefragt waren Mut, aber auch fahrerisches und technisches Geschick. Am Streckenrand standen die Cheerleaders, die mit ihren weiß-roten Pompons die Teilnehmer kräftig anfeuerten.
  • Riesenparty: Nach dem originellen Spektakel vor großer Zuschauerkulisse folgte die Riesenparty mit Lagerfeuer und den DJs Andi Bernd und Frank Riffel sowie dem Auftritt der Formation Stainless. Sascha, Schnauzi, Rico, Erik, Ralf und Christina heizten den Besuchern dabei ordentlich ein. So rundete dieses Entertainment-Element das spektakuläre Rennen ab.