Das Thema Straßenunterhaltung sorgt im Tennenbronner Ortschaftsrat regelmäßig für emotionale Diskussionen. Ausgiebigen Gesprächsbedarf gab es zu den dieses Jahr geplanten Maßnahmen. Mit 136 800 Euro steht annähernd die gleiche Summe zur Verfügung wie in den vergangenen Jahren. Allerdings weicht die Prioritätenliste der Verwaltung von den Vorstellungen einzelner Gremiumsmitglieder ab, die Liste sieht einen hohen Anteil an Investitionsmaßnahmen vor. Einzelne Mitglieder griffen die Verwaltung harsch an.

Oskar Rapp sieht derzeit keinen Bedarf, für 25 000 Euro den Gehweg entlang der L 175 auf Höhe Unterm Dorf auf 100 Metern zu sanieren, solange die abgebrochene Gehwegkante kein Sicherheitsrisiko darstelle. Stattdessen präferiere er eine Straßensanierungsmaßnahme im Eichbach. Axel Broghammer sagte: „Es kann nicht sein, dass wir dieses Jahr grade mal 100 Meter Weg asphaltieren.“ Alles andere seien partielle Ausbesserungen des Asphaltbelags, so im Gersbach und im Bereich Bergacker.

Zudem sollen für die Ausbesserung von Winterschäden, Schlaglöchern, Rissen, sowie Markierungs- und Belagsarbeiten 34 800 Euro der zur Verfügung stehenden Gesamtsumme ausgegeben werden. Weitere 25 000 Euro stehen für die Unterhaltung der Straßenbeleuchtung an.

Ortsvorsteher Manfred Moosmann sieht die Lage entspannter. Man habe bereits im vergangenen Jahr mit der vollendeten Sanierung der Schwarzenbachstraße eine für dieses Jahr geplante Maßnahme abgeschlossen.

Der Zahn der Zeit nagt

Monika Kaltenbacher und Patrick Fleig nahmen die Verwaltung in Schutz. „Wenn kein Geld da ist, muss manches eben hinten anstehen“, sagte Kaltenbacher. Und Fleig setzt Vertrauen in die Verwaltung. „Auch kleine Baustellen müssen abgearbeitet werden, der Zahn der Zeit nagt schneller, als wir reagieren können.“

Der Rat beschloss, dass die Prioritätenliste mit Austausch der Gehwegsanierung Unterm Dorf gegen eine Maßnahme im Eichbach umgesetzt wird.