In der ersten Ortschaftsratsitzung nach den Sommerferien stand die Anpassung der Elternbeiträge für die Kindergärten und Kinderkrippen auf der Tagesordnung. Ortsvorsteher Manfred Moosmann übergab das Wort zur Erläuterung der Gebührensatzung an Kerstin Flaig aus der Abteilung Finanzen im Rathaus in Schramberg. Die Anpassung soll zum 1. November gültig werden.

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Kerstin Flaig konnte berichten, dass mit den Kindergartenverträgen der Stadt Schramberg mit den Kirchengemeinden die Elternbeiträge mindestens dem Landesrichtsatz anzupassen sind. Grundsätzlich streben die kommunalen Landesverbände und Kirchen in Baden-Württemberg eine 20-prozentige Kostendeckung durch Elternbeiträge an. Derzeit werden diese 20 Prozent in Schramberg noch nicht erreicht, so Kerstin Flaig.

Durch die Corona-Pandemie mit sehr einschneidenden Einschränkungen für den Betrieb der Kindertageseinrichtungen war eine gemeinsame Empfehlung zur Fortschreibung der Elternbeiträge lange nicht möglich. Erst ab Juli erfolgte die Mitteilung, dass sich die Gremien darauf verständigt haben, die Kostensteigerung zumindest zu einem gewissen Teil zu berücksichtigen. So wird von den beteiligten Gremien empfohlen, die Elternbeiträge für das Kalenderjahr 2020/2021 pauschal um 1,9 Prozent zu erhöhen. Es wurde davon ausgegangen, dass es den Einrichtungen zunehmend gelingen wird, den Kindern den zeitlichen Betreuungsrahmen anzubieten, der vor der Corona-Pandemie möglich war.

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Aus dem Papier geht auch hervor, die Eltern nicht über Gebühr zu belasten. Kerstin Flaig legt Wert darauf, dass sich die 2009 erarbeitete Struktur der Elternbeiträge in den vergangenen drei Jahren bewährt habe. Dem geforderten Kostendeckungsgrad von 20 Prozent stehen die tatsächlichen Deckungsgrade bei einer Familie mit zwei Kindern bei rund 14,76 Prozent 2020 und 2021 bei rund 15,32 Prozent gegenüber.

Aus den Berichten geht hervor, dass in der Regelgruppe Ü3 bei einem Kind bisher 128 Euro fällig sind, ab November 2020 steigt der Betrag um zwei Euro auf 130 Euro. Beim zweiten bis vierten Kind steigt der Betrag von 98 Euro auf 100 Euro, beim vierten Kind bleibt der Elternbeitrag bei 22 Euro stehen.

In Gruppen mit verlängerter Öffnungszeit mit Kindern über drei Jahren sind bisher 160 Euro für ein Kind zu bezahlen, ab November steigt der Elternbeitrag beim ersten Kind auf 163 Euro. Beim zweiten Kind werden derzeit 123 Euro fällig, der neue Beitrag steigt um zwei Euro. Drei Euro mehr werden mit dem dritten Kind fällig. Dieser Beitrag steigt von 81 Euro auf 84 Euro. Für das vierte Kind sind 27 Euro zu entrichten, ab November 28 Euro. Die Monatsbeiträge werden für elf Monate erhoben.

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