Am Montag beginnt auch in Tennenbronn wieder die Schule mit Regelunterricht. Schulleiterin Tanja Witkowski erklärt, wie der Alltag an der Grundschule in Zeiten der Corona-Pandemie aussehen soll.

In den Klassenräumen der Grundschule Tennenbronn werden die geforderten Abstände eingehalten. Noch sind die Stühle auf den Tischen gelagert.
In den Klassenräumen der Grundschule Tennenbronn werden die geforderten Abstände eingehalten. Noch sind die Stühle auf den Tischen gelagert. | Bild: Werner Mueller

Die Schulleiterin berichtet, dass am vergangenen Mittwoch, 2. September, um 16.22 Uhr der Erlass des Kultusministeriums im Schulsekretariat eingegangen sei. Am nächsten Tag habe sie die E-Mail geöffnet, nachdem am Mittwoch um diese Uhrzeit alle bereits den Heimweg angetreten hatten. „Oftmals habe ich aus der Presse erfahren, welche Corona-Maßnahmen angeordnet wurden“, so Tanja Witkowski. Einiges sei auch angekündigt gewesen. So kann in der Schule wieder gesungen werden. Allerdings sind zwei Meter Sicherheitsabstand einzuhalten und keines der Kinder darf sich in der Atemwolke eines anderen befinden. Dafür wird der Musiksaal genutzt. Auf dem Boden sind Markierungen angebracht, um den Abstand einhalten zu können.

Alle 104 Schüler können kommen

Für die Schulleiterin ist vor allem eines wichtig: Alle 104 Schüler können wieder an die Schule kommen. Die Erstklässler werden an zwei Tagen – am Donnerstag, 17., und Freitag, 18. September, in zwei Gruppen aufgenommen. Im kommenden Schuljahr können wieder zwei Klassen gebildet werden, da die Schülerzahl mit 29 knapp über dem Klassenteiler von 28 Schülern liegt.

Noch befindet sich die Grundschule in Tennenbronn im Zustand der Ruhe. Ab Montag wird sich das ändern.
Noch befindet sich die Grundschule in Tennenbronn im Zustand der Ruhe. Ab Montag wird sich das ändern. | Bild: Werner Mueller

Ein überaus wichtiger Punkt an der Grundschule betrifft die Hygiene. Das beginne mit dem Betreten der Schule, so die Schulleiterin. Nach Naseputzen, Husten und Niesen, nach dem Kontakt mit Treppengeländer, Türgriffen oder Haltegriffen sowie nach dem Toilettengang sei korrektes Händewaschen Pflicht. 20 bis 30 Sekunden mit Wasser und Seife soll die Reinigung dauern. Desinfektionsmittel sind bei den Lehrerinnen unter Verschluss.

Wege sind farbig markiert

Als eine der wichtigen Maßnahmen sind die Wege zu und aus den Klassenräumen auf dem Fußboden mit farbigen Bändern markiert. Innerhalb der Klassenzimmer könne an jedem Sitzplatz der erforderliche Abstand eingehalten werden.

Mit selbstgemalten Schildern weisen die Kinder auf die Verhaltensregeln hin.
Mit selbstgemalten Schildern weisen die Kinder auf die Verhaltensregeln hin. | Bild: Werner Mueller

Seit dem 29. Juni können wieder alle Schüler am Unterricht teilnehmen. „Das gesamte Kollegium hat sich sehr engagiert in den jeweiligen Situationen eingebracht“, lobt Tanja Witkowski. Die vierte Klasse war in zwei Hälften getrennt, um im Schichtbetrieb am Unterricht teilnehmen zu können. Durch die Coronaauflagen hätten sich auch Unterrichtszeiten und Pausenzeiten geändert. Jede Klasse hatte ihre eigenen Pausen. Es wurden auch nicht mehr alle Fächer unterrichtet. Deutsch, Mathematik und Sachkundeunterricht mit naturwissenschaftlichen Themen standen auf dem Stundenplan.

Kontakt fehlt den Schülern

Es sei zu beobachten gewesen, dass einige Kinder während dieser Zeit auch mal aufgegeben haben. Depressives Verhalten habe es ebenfalls gegeben. Der fehlende Kontakt untereinander habe sich negativ auf die Schüler ausgewirkt, sagt Tanja Witkowski.

Probleme mit digitalem Lernen

Digitales Lernen in Tennenbronn stelle sich als eine unendliche Geschichte dar. Nur das Leseförderprogramm Antolin und dessen E-Mailzugang habe den Kontakt zu Schülern und Eltern ermöglicht. Mit den Eltern wurde auch über Wiederholungen gesprochen, da etliche Kinder zu große Lücken im Lehrstoff aufgewiesen haben. Gemeinsam wurden Lösungen gefunden, so Tanja Witkowski.

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