• Kostenverursacher: Einer der Gründe für die Kostensteigerung sind die deutlich gestiegenen Kosten für die Klärschlammentsorgung, so Peter Kälble aus. Nicht zu vernachlässigen seien auch die weiterführenden Kosten im Bereich der Wartungs- und Instandsetzungsaufwendungen für technische Anlagen und das Kanalnetz. Die Summe aller Aufwendungen lag 2017 bei 5,137 Millionen Euro. Für das Planjahr 2021 sind 5,342 Millionen Euro vorgesehen, was einer Steigerung im Fünfjahreszeitraum von einem Prozent entspricht, so Kälble weiter.
  • Investitionsliste: Die vorgestellte Liste weist geplante Investitionen von insgesamt 4,76 Millionen Euro für die Gesamtstadt auf. „Diese Summe bewegt sich auf sehr hohem Niveau“, erläutert Peter Kälble. Für den Stadtteil Tennenbronn werden jeweils 35 000 Euro für die Schmutzwasser- und Regenwasserableitung im Baugebiet Bergacker IV eingeplant. Weiterhin steht die Umlegung des Kanals bei der Festhalle mit 30 000 Euro an. Für die Sanierung der Regenklärbecken der Kläranlage Tennenbronn sind weitere 25 000 Euro eingeplant.
  • Die Situation: Mit Diagrammen zur jeweiligen Entwicklung der Abwassermengen erklärte Peter Kälble die Situation. Seit 2017 bis 2020 sei eine fast gleichbleibende Menge zu verzeichnen. Deutlich gestiegen sind im gleichen Zeitraum aber die Investitionsausgaben zum Abwasser. Die Aufwendungen im Abwasserbereich zwischen 2017 und 2020 beinhalten als feste Größen den Material- und Personalaufwand, auch betriebliche Aufwendungen, samt Abschreibungen und Zinsen.
  • Beispielrechnung: Die Abwasserrechnung für die Jahre 2020 und 2021 erklärt die Steigerung der Kosten. Als Berechnungsgrundlage wird ein durchschnittliches Haus mit 180 Quadratmetern versiegelter Fläche und 160 Kubikmeter Abwasseraufkommen herangezogen. Die bisherige Gebühr von 2,35 Euro je Kubikmeter Abwassermenge wird sich auf 2,60 Euro je Kubikmeter erhöhen. Die Abwasserrechnung für die versiegelte Fläche wird von 0,67 Euro je Quadratmeter auf 0,50 Euro gesenkt. Im errechneten Beispielfall steigen die Kosten um 1,9 Prozent im Jahr, was 9,40 Euro entspricht. Umgelegt auf einen Monat beträgt der Aufschlag 0,78 Euro.
  • Gebühren für Anlieferer: Die Abwassergebühr aus geschlossenen Gruben steigt von 3,90 Euro je Kubikmeter auf 4,18 Euro. Für Schlämme aus Hauskläranlagen sind bisher je Kubikmeter 31,20 Euro berechnet worden. Ab 1. Januar 2021 werden 33,40 Euro fällig. Bisher wurde für Deponiewasser je Kubikmeter 3,80 Euro berechnet. Der neue Preis beträgt 4,10 Euro. Günstiger geworden ist die Niederschlagswasserbeseitigung. Bisher wurden je Quadratmeter gebührenpflichtiger versiegelter Fläche 0,76 Euro erhoben. Ab 2021 reduziert sich dieser Betrag auf 0,50 Euro.