Beim Krankenpflegeverein Tennenbronn wurden zwei hoch verdiente Frauen verabschiedet. So hat sich Hedwig Roth 45 Jahre in den Dienst des Krankenpflegevereins gestellt. Mit der Mitgliederversammlung 2018 nahm sie ihren angekündigten Rücktritt als Beisitzerin wahr. Ihre Tochter Gabriele Fleig hatte ebenfalls angekündigt, an der Mitgliederversammlung aus ihrem Amt als Einsatzleiterin ausscheiden zu wollen.

Jürgen Oehl ist jetzt neuer Beisitzer. Der Vorsitzende Josef Fleig zeigt sich glücklich über den lückenlosen Übergang. Bild: Werner Müller
Jürgen Oehl ist jetzt neuer Beisitzer. Der Vorsitzende Josef Fleig zeigt sich glücklich über den lückenlosen Übergang. Bild: Werner Müller | Bild: Werner Mueller

Hedwig Roth ist seit 1959 Mitglied im damaligen Schwesternverein, aus dem der Krankenpflegeverein Tennenbronn hervorgegangen ist. Wie es aus alten Protokollen ersichtlich ist, wurde Hedwig Roth 1973 in den Vorstand gewählt. Für die nachfolgenden 29 Jahre wirkte Hedwig Roth als Schriftführerin bis 2002. Ab 2002 übernahm Roth bis 2006 das Amt der Vorsitzenden und wechselte im selben Jahr bis 2010 auf die Position des Rechners im Verein. Seither trägt Hedwig Roth als Beisitzerin zu den Vorstandsbeschlüssen bei.

Josef Fleig, Vorsitzender des Krankenpflegevereins, erinnerte daran, dass während des Wirkens von Hedwig Roth die große Umorientierung vom Schwesternverein zum heutigen Krankenpflegeverein mit der großen Sozialstation in Kooperation mit St. Georgen zu bewerkstelligen war. Auch die Neufassung der Satzung geht auf die Initiative von Hedwig Roth zurück. Der Vorsitzende dankte mit einem Blumenstrauß und einem Gutschein für einen Tag Entspannung bei einer Busfahrt zu zweit.

Als anerkannte Fachfrau für den Bereich Einsatzleitung des Krankenpflegevereins Tennenbronn verabschiedete sich Gabriele Fleig aus der vordersten Linie. Als Nachfolger konnte Stephan Ebert in den Dienst eintreten.

Als gelernte Altenpflegerin war Fleig seit dem 1. Oktober 2003 im Dienst, 2009 hatte sie an Stelle der ausgeschiedenen Vorgängerin Claudia Aberle die Leitung übernommen. Den erforderlichen Stationsleiter-Kurs absolvierte Fleig im Klinikum in Villingen-Schwenningen mit Bravour. Im Laufe der Jahre leistete sie immer mehr Wochenstunden. Auch sie wurde mit Blumen und einem Reisegutschein für einen Tag ausgestattet.

Die Mitgliederversammlung verlief ansonsten wie am Schnürchen. Es folgten die Berichte der Schriftführerin Hilde Rapp, des Rechners Josef Broghammer und des Vorstands Josef Fleig. Fleig sagte: „Unsere Arbeit wird im Ort erkannt, geschätzt und auch gefördert.“ In diesem Zusammenhang sprach er von „vielen positiven und ermunternden Rückmeldungen aus der Bevölkerung.“

Seit dem 1. Juli hat nun Stephan Ebert die Verantwortung für den Bereich Einsatzleitung übernommen. „Dank der Mitgliedsbeiträge und vieler Spenden können wir die Einsatzkräfte technisch und personell sehr gut ausstatten: Das ist auch unsere Stärke“, sagt Josef Fleig. Mit der Sozialstation wird nach wie vor gut zusammengearbeitet, so Fleig weiter. Die letzte Prüfung des medizinischen Dienstes der Krankenversicherung wurde mit „einer glatten Eins“ abgeschlossen. An diesem Ergebnis ist auch der Kooperationspartner der evangelischen Altenhilfe mit Geschäftsführer Markus Schrieder beteiligt. Mit den Fachkräften als kompetente Partner werden die Tätigkeiten ergänzt und unterstützt.