Eigentlich hatte Ortsvorsteher Lutz Strobel eine ganz andere Vorstellung über die Resonanz zu seiner Einladung zum Jugendgespräch im Rathaus. Gerade zwei Teilnehmer und ein Zuhörer sind gekommen, um mit Strobel zu diskutieren. So gestand Strobel seine Enttäuschung über mangelndes Interesse auch offen ein.

"Ich habe mit weitaus mehr Jugendlichen gerechnet", gab er sich nachdenklich. Allerdings kann Strobel als erfahrener Kommunalpolitiker das große Desinteresse verkraften. Sicher, gefallen hat ihm diese Situation nicht, genauso wenig den beiden Diskussionsteilnehmern. Diese hätten auch gerne Argumente anderer Jugendlicher angehört.

"Was unter den Nägeln brennt", wollte Lutz Strobel direkt von den Jugendlichen erfahren. Ebenso, was kann Tennenbronn interessanter machen. Auch das Freizeitverhalten der Jugendlichen ist für Strobel von Interesse, was er auch zum Ausdruck brachte. So will Strobel auch erreichen, dass die Jugend mehr über den Ort spricht. Die initiierte Unterschriftenaktion im Freibad zur Sprungturmsituation sprach Strobel an. Dazu stellt er fest, die Jugend fühle sich nicht ernst genommen in dieser Angelegenheit.

Für Jana Hilser ist die Gemeinschaft der Vereine untereinander durchaus wichtig. So treffen sich viele Jugendliche bei den Ringkämpfen des Kraftsportvereins Tennenbronn in der Sport- und Festhalle. Überhaupt stellt sich das Ringen als zentraler Treffpunkt Jugendlicher heraus.

Fabian King wies auf die wenigen Möglichkeiten für Jugendliche an Wochenenden hin. Auch der Rufbus wurde angesprochen. Doch stellt es sich heraus, dass das Prozedere umständlich sei und nicht so richtig flexibel, um den Zeiten am Veranstaltungsende entgegenzukommen. Auch zum Freibad wäre eine Busverbindung eine Möglichkeit, um mobiler zu werden.

Fabian King und Jana King kamen auf den Grillplatz am Dorfweiher zu sprechen. Hier wünschten sich beide eine Unterstellmöglichkeit, um eventuell überraschend auftretenden Regenschauern aus dem Weg gehen zu können. Für Jana Hilser ist es vorstellbar und wünschenswert, ein allgemeines Jugendhaus in Tennenbronn zu haben. Sozusagen als Treffpunkt für gemeinsame Unternehmungen.

Im Zusammenhang mit einem Jugendhaus bringt Fabian King das Bahnwärterhäuschen in St. Georgen ins Gespräch. Dort haben die Jugendlichen einen Ort, an dem sie sich treffen können. Fabian King und Jana Hilser sagen, wir treffen uns auch im Schützenhaus nach dem Training.

Strobel brachte das Jugendheim der katholischen Kirche ins Gespräch. Vielleicht ergibt sich dort eine Möglichkeit, zentral im Dorf. Jana Hilser findet den Vorschlag nicht schlecht, wünscht sich aber eher einen nicht so zentralen Ort für die Jugend. Es könne schon sein, dass da mal die Musik etwas lauter läuft und man will die Anwohner nicht erschrecken. Weitere Themen waren das Kroneareal und der Neubau der Festhalle.