Während das Sturmtief „Sabine“ andernorts für schwere Schäden gesorgt hat, ist der Tennenbronner Ortskern vom Gröbsten verschont geblieben. Dafür war der Schramberger Stadtteil aber den ganzen Montag über vom Umland abgeschnitten, weil mit der L 175 sowohl die Zufahrtsstraße aus Langenschiltach wie auch das Bernecktal in Richtung Schramberg gesperrt waren.

Im Bernecktal blockierten umgefallene Bäume die Straße.
Im Bernecktal blockierten umgefallene Bäume die Straße. | Bild: Feuerwehr Tennenbronn

Dennoch hat der nächtliche Sturm auch in Tennenbronn deutlich sichtbare Spuren hinterlassen, wie der stellvertretende Ortsvorsteher, Manfred Moosmann, berichtete. So sei im Ferienpark ein Baum auf eines der Gebäude gestürzt, in dem sich aber glücklicherweise keine Bewohner befanden.

Auf der Remsbachhöhe ist ein Baum auf eine Stromleitung gefallen, weshalb in Teilen Tennenbronns die Lichter ausgingen.
Auf der Remsbachhöhe ist ein Baum auf eine Stromleitung gefallen, weshalb in Teilen Tennenbronns die Lichter ausgingen. | Bild: Moosmann, Manfred

Zudem seien bis Montagabend Teile von Tennenbronn von der Stromversorgung abgeschnitten gewesen. Schon am Montagnachmittag haben aber Mitarbeiter des Energieversorgers EnBW mit den Reparaturarbeiten an den beschädigten Leitungen begonnen.

Zwei Schüler kamen trotzdem

Wie beinahe in der gesamten Region entschied man auch in Tennenbronn, Grundschule und Kindergärten aus Sicherheitsgründen zu schließen. „Zwei Schüler sind zwar trotzdem zur Schule gekommen, sie wurden dann aber vom Notdienst wieder nach Hause geschickt, der eigens dafür eingerichtet wurde“, so Moosmann.

Seit dem frühen Montagmorgen war dann die Tennenbronner Feuerwehr den ganzen Tag über damit beschäftigt, die Zufahrtsstraßen von umgestürzten Bäumen freizuräumen. Dennoch wird das Bernecktal nach Angaben von Moosmann noch bis auf Weiteres gesperrt bleiben, weil wegen der Felswände und der Bäume direkt an der Straße dort weiterhin eine erhöhte Gefahr bestehe.

Kaum Schäden in Schramberg

Ruhiger ging es derweil in der Stadt Schramberg selbst zu. Auch dort sei die Feuerwehr zwar seit vier Uhr morgens auf den Beinen gewesen, jedoch habe es keine besonders schwerwiegende Vorfälle gegeben, wie Stadtbrandmeister Werner Storz auf Nachfrage erklärte. „Wir hatten etwa 20 Einsätze, jedoch hauptsächlich wegen umgestürzter Bäume. Insgesamt ist aber alles sehr überschaubar geblieben“, sagte er.

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Das seien jedoch Einsätze gewesen, auf die die Feuerwehr vorbereitet gewesen sei und die im Rahmen eines solchen Unwetters zu erwarten seien. Auch in der Schramberger Kernstadt, so Storz, sei es bis Montagabend durch den Sturm zu keinen größeren Schäden gekommen.

Ob es in Tennenbronn und Schramberg bei den bisher überschaubaren Beeinträchtigungen bleibt, ist aber noch abzuwarten. Bis heute Abend wird noch mit weiteren Sturmböen gerechnet und Niederschlag gerechnet.

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