Letztmals berichtete Ingrid Rebmann als verantwortliche Leiterin des Fachbereichs Tourismus im Rathaus Schramberg vor dem Ortschaftsrat in Tennenbronn. Wie Oberbürgermeister Thomas Herzog bekannt gab, wird die Fachbereichsleiterin zum Jahresende in Ruhestand gehen.

Aus einer mehrseitigen Vorlage zum Tourismus in Schramberg und den Teilgemeinden präzisierte Rebmann die derzeitige Situation. Ihrem Bericht zugrunde liegen Kennzahlen der Jahre 2007 bis 2017, welche anhand der elektronischen Datenverarbeitung und dem speziellen EDV Programm zur Kurtaxabrechnung und Statistik, vorliegen. So stehen präzise Datengrundlagen zur Verfügung.

Als Ziele gibt Rebmann die Stabilisierung und Steigerung der Gästeunterkünfte und Übernachtungen im Bereich Ferientourismus, die Erhöhung der Auslastung der Beherbergungsbetriebe auch außerhalb der Hauptferienzeiten und die Stabilisierung und Steigerung der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer aus. Bei den Gästeankünften gab es 2017 einen Fortschritt der sich stabilisierenden Zahlen um 1,8 Prozent. Während die Übernachtungszahlen der letzten Jahre stabil blieben, wurde 2017 ein Rückgang um 2,6 Prozent verzeichnet.

Besonders im Stadtteil Tennenbronn mache sich der Rückgang der Aufenthaltsdauer besonders bemerkbar. Während 2017 noch ein Plus von 2,2 Prozent an Ankünften verzeichnet wurden, musste bei den Übernachtungen ein Rückgang um 10,3 Prozent hingenommen werden. Schramberg hat sich im Bereich der Qualitätssicherung zu Familienferien dem Landeswettbewerb gestellt. Die Stadt mit den Teilorten kann das Prädikat "Familienfreundlicher Ferienort der Tourismus Marketing Baden-Württemberg" für weitere drei Jahre erhalten.

Tennenbronn ist Spitzenreiter bezüglich der Übernachtungszahlen aller Stadtteile. Das größte gesamtstädtische Übernachtungsaufkommen liegt mit 45,5 Prozent in Tennenbronn, weiß Ingrid Rebmann. Es sei auch die durchschnittliche Übernachtungsdauer der Gäste im gesamten Schwarzwald seit Jahren stark rückläufig.

Inzwischen überaus wichtig sei die Zertifizierung des Betriebs. Denn im Zeichen des Internets, mit schnellem Zugriff auf Angebote werde der zur Zertifizierungsschritt immer zwingender. Zertifizierten Betrieben sei eher eine Zukunft am Markt sicher. Die Ankunft ausländischer Gäste habe sich ebenfalls verändert. Waren es früher Niederländer und Israelis, welche auch in Tennenbronn übernachteten, sind heute Chinesen mit steigender Tendenz unter den Ankommenden. Was absolut wichtig sei, ist die Internetportalpflege.