Ihre Herzen und Hände öffneten rund 100 Musikfreunde nach dem Benefizkonzert in der evangelischen Christuskirche. Insgesamt 1037 Euro wurden in das Spendenkörbchen geworfen, wie Diakon Martin Höfflin-Glünkin informierte. Schon im Dezember beim Konzert der Bläserjugend Harmonie wurden für Haiti 1400 Euro gespendet.

Im Namen der Kirchengemeinde begrüßte der Diakon gleich zu Beginn die drei Musikgruppen, die einen bunten Melodienstrauß zum Abschluss der Weihnachtszeit angekündigt hatten. „Mit Musik geht alles besser“, freute sich Martin Höfflin-Glünkin und wünschte der Tennenbronnerin Ulrike Schaller, die in Haiti lebt, viel Erfolg mit der finanziellen Hilfe aus der Heimat.

Moderator Martin Grießhaber sprach ebenfalls die schwierige Situation auf der Karibikinsel an. „Man kann es sich kaum vorstellen, wie schlecht es den Menschen dort geht“, schilderte er. Immer wieder gebe es Naturkatastrophen, die alles zerstören. 2010 wurden die Haitianer von einem schrecklichen Erdbeben heimgesucht und vor wenigen Monaten riss ein Wirbelsturm die neu aufgebauten Häuser mit sich und hinterließ ein Trümmerfeld.

Nach dieser Einleitung traten die drei Ensembles in Aktion und präsentierten ein abwechslungsreiches Konzert, das die Besucher faszinierte. Vom Trachtenverein St. Georgen musizierten die Stubenmusik-Gruppe und die Glockengruppe. Zum Auftakt begann die heimische Grießhaber-Family mit den Amigos von Raul Jaurena. Gerhild und Martin Grießhaber musizierten am Akkordeon, während Tochter Carina ihre Eltern mit der Klarinette begleitete. Beim Weihnachtsmix von Georg Friedrich Händel wurden die Texte eingeblendet, so dass alle mitsingen konnten. „Hört der Engel helle Lieder“ und „Tochter Zion freue dich“ schallte es fröhlich durch die Kirche.

Die Glockengruppe glänzte vor allem mit „Sterne der Heiligen Nacht“ von Slavko Avsenik und mit dem „Schalom-Israel-Medley.“ Aber noch harmonischer hörte sich das Glockenspiel an, wenn die Grießhaber-Family die Glockentöne unterstützte. Voller Hingabe zauberten die Stubenmusiker aus ihren Instrumenten dezente Klänge, die eine besinnliche Atmosphäre hervorriefen.

Den glorreichen Abschluss bildete die Zugabe, bei der alle drei Ensembles gemeinsam musizierten. Das zweistündige Konzert wurde mit nachdenklichen Texten aufgelockert. Das Mundartgedicht „Zum neie Johr“ von Myrta Stieber aus St. Georgen erfreute das Publikum ebenso wie ein fröhliches Neujahrsgebet von Hermann Kappen und das Gedicht „Ich wünsche dir Zeit“ von Elli Michler.