Der Verein Bürger für Bürger (BfB) engagiert sich sozial in den unterschiedlichsten Bereichen. Die Mitglieder helfen immer dann, wenn Menschen ihre Not nicht mehr verbergen können. Das Hilfsangebot kommt satzungsgemäß nur Bürgern von Tennenbronn zugute. Der Verein kümmert sich dann anonym um die Menschen. Niemand außer den Mitgliedern des Vereins erfährt, wem geholfen wird. Dabei ist es egal, ob durch persönlichen Einsatz, oder finanziell geholfen wird. Generell steht hinter dem Angebot die Hilfe zur Selbsthilfe. Mit 63 Mitgliedern zählt Bürger für Bürger zu den kleinen Vereinen im Dorf. Umso mehr wiegt das Engagement jedes Einzelnen.

Wenn dann die von Lutz Strobel eingeleiteten Wahlen des Vorstandsteams anstehen, wundert sich der eine oder die andere, weshalb die bisherige Vorsitzende Irene Moosmann "nur" für ein Jahr kandidiert. Dabei ist es so: Irene Moosmann setzt ihren vor Jahresfrist angekündigten Rückzug an der Vereinsspitze nach nunmehr 13 Jahren doch fort. Mit Anita Aberle-Schwenk wählten die Mitglieder die stellvertretende Vorsitzende. Amtsvorgänger Karl Heinz Storz wechselte in das Amt seiner Nachfolgerin als zweiter Schriftführer. Als bewährten ersten Kassierer bestätigten die Mitglieder Bernhard Bruker. Andrea Roth und Christine Fiedler behielten ihr Beisitzer-Amt. Sonja Hermann und Angelika Weisser wurden als Kassenprüfer bestätigt.

Irene Moosmann versteht es zu überzeugen und in ihren Jahresberichten einen Hauch "großer Politik" unverblümt anzusprechen und einen Fingerzeig zu geben, wenn kilometerlange Zäune aufgebaut werden, um einmal Wildschweine am Einwandern zu hindern, oder auch um Menschen außen vor zu lassen, denn sie könnten ja "zur Gefahr" werden. Welche Ursachen sich hinter solchem Handeln verbergen, wolle keiner wissen, so Irene Moosmann. Allerdings gibt sie zu bedenken: "Diese egoistische Grundhaltung und Gleichgültigkeit stimmt mich sehr nachdenklich." Alleine ist sie mit ihrer Feststellung dabei nicht. Auch in den Gesichtern der Mitglieder spiegelt sich die Nachdenklichkeit nach ihren Worten wieder. Den Vergleich der großen Weltpolitik übernimmt Moosmann, wenn sie sagt: "Meistens ist die Not schon ziemlich groß, wenn uns jemand um Hilfe bittet. Denn dieser Mensch steht am Zaun und weiß im Moment einfach nicht weiter." Die Vorsitzende fügt hinzu: "Wir versuchen dann die vordergründige Not möglichst schnell zu lindern. Das heißt, den Zaun zu entfernen, um dann in weiteren Schritten die Ursache auszumachen." Mit dieser Hilfe zur Selbsthilfe werde das Selbstbewusstsein der Betroffenen wieder gestärkt, weiß die Vorsitzende. Im Berichtsjahr habe es "nur kleinere Notfälle" gegeben, die zu bewältigen waren. Es sei eine große Hilfe, wenn Vereinsaufgaben durch Zugreifen auf Netzwerke anderer Institutionen erfolgreich gelöst werden können. Hier nannte die Vorsitzenden den örtlichen Krankenpflegeverein und die Nachbarschaftshilfe, mit denen "Hand in Hand" gearbeitet werde. Schriftführerin Petra Glünkin ließ die Aktivitäten des Vorjahres nochmals vor das geistige Auge treten. Dabei erinnerte sie auch an das 25-jährige Bestehen des Kinderferienprogramms, das mit einer Feier gewürdigt wurde. Bernhard Bruker berichtete über einen kleinen Zuwachs in der Vereinskasse.