Nicht nur ein leckeres Frühstück für alle Interessenten planen die Landfrauen am 6. Oktober. Sie wollen auch den ehemaligen Bauernmarkt des Dorfes wieder zum Leben erwecken. Der neue Ortsvorsteher Lutz Strobel zeigt ebenfalls großes Interesse an der Wiedereinführung dieses beliebten Marktes und will die aktiven Frauen aus Tennenbronn dabei unterstützen.

"Seit Januar bin ich Ortsvorsteher in Tennenbronn und ich bin erstaunt und begeistert über die bunte Vielfalt der hiesigen Gärten und Felder", lobt Lutz Strobel. Alles, was hier wächst und gedeiht und lecker zubereitet wird, wurde bis vor einigen Jahren jeweils im Herbst auf einem Bauernmarkt angeboten, wie er den SÜDKURIER weiter informiert. Heidi Moosmann vom Kilianshof, die als Vorsitzende der rund 40 Landfrauen von Tennenbronn fungiert, bedauert ebenfalls, dass der Markt nicht mehr stattfindet. "Es ging damals um viele bürokratische Vorschriften in Bezug auf spezielle Auflagen für die Räumlichkeiten auf den Höfen, die kaum zu finanzieren waren", begründet sie den Wegfall des Angebotes. Darum gaben viele Landwirte diese bescheidene Direktvermarktung auf.

"Dabei ging es überhaupt nicht um Hygienemängel", ergänzt Anita Aberle-Schwenk vom Vorstandsteam. Die Kräuterpädagogin vom Christleshof schwärmt von Blumen und Pflanzen in den Gärten und findet es schade, dass zurzeit die Steingärten vor den Häusern Mode werden. Sie seien optisch zwar schön, aber sie locken weder Insekten noch Bienen an, was doch wichtig für die Umwelt sei. "Wir Frauen hatten jetzt die Idee, wieder am ehemaligen Bauernmarkt anzuknüpfen und ihn mit einem leckeren Frühstück zu verbinden, denn dieses Angebot ist immer gefragt", berichtet Heidi Moosmann.

"Bei unserem gemütlichen Frühstücksbüffet gibt es knuspriges Bauernbrot, leckeren Kräuterquark, Joghurt, Wurst und Käse sowie Marmelade und Honig und alles kommt frisch aus der Region", freut sich die Vorsitzende. Man könne auch selbst gebackene Kuchen und Torten kaufen. Auch Kränze aus Trockenblumen werden angeboten.