Dem Gemeinderat der Stadt Schramberg liegt ein Antrag der CDU-Fraktion vor, in dem auf den 150. Jahrestag zur Stadterhebung in 2019 eingegangen wird. Gleichzeitig stehen mehrere Termine in Folge in den Schramberger Ortsteilen Waldmössingen und Tennenbronn an. So stellt die CDU-Fraktion gleich drei Anträge, welche die Festkultur und das Zusammenwachsen der Stadt zum Inhalt haben. Hierzu wünscht sich die Fraktion ein klares Zeichen der Verbundenheit aller Stadtteile untereinander. So soll zeitnah ein Kunstwerk oder Denkmal der Großen Kreisstadt mit dem Wappen aller Stadtteile errichtet werden. Kurzfristig sollen die Fahnen der Stadtteile auf dem Rathausplatz platziert und über die Neugestaltung der Stadtfahne nachgedacht werden.

Die Jugendkapellen der Musikvereine Frohsinn und Harmonie veranstalten zum Zehnjährigen einen Flashmob, an dem sich zahlreiche Musikvereine aus der Umgebung Tennenbronns beteiligten. Bild: Werner Müller
Die Jugendkapellen der Musikvereine Frohsinn und Harmonie veranstalten zum Zehnjährigen einen Flashmob, an dem sich zahlreiche Musikvereine aus der Umgebung Tennenbronns beteiligten. Bild: Werner Müller | Bild: Werner Mueller

Mit dem zweiten Antrag soll für eine kontinuierliche und identitätsstiftende Festkultur geworben werden. So beantragt die CDU-Fraktion, dass nach 2013 und dem Jubiläumsfest 2017 mindestens alle zwei Jahre ein Stadtfest veranstaltet wird. Die Fraktion kann sich vorstellen, dass jedes zweite Jahr ein Stadtfest in der Innenstadt und darüber hinaus die Stadtfeste in den Stadtteilen stattfinden können. Die Stadtfeste sollen zu einer festen Größe im Schramberger Kalender werden. Möglicherweise können die Feste auch immer am selben Wochenende stattfinden. Dritter Punkt ist der Antrag für ein Zusammenwachsen der Kernstadt Schramberg/Sulgen durch Verbindungswege und Baumöglichkeiten.

Wichtige Feierjahre stehen an

In der Hauptsache wurde die Idee des Stadtfestes in die Sitzungsvorlage zur Tagung des Ortschaftsrates in Tennenbronn aufgenommen. Nun stehen nicht nur in Tennenbronn, sondern auch in Schramberg und Waldmössingen wichtige Feierjahre an. Wie Robert Hermann von der CDU-Fraktion im Ortschaftsrat sagte, beginnt der Festreigen 2021 mit „50 Jahre Eingemeindung von Waldmössingen“, im Jahr darauf werde der Zusammenschluss von evangelisch und katholisch Tennenbronn 100 Jahre her sein. Im selben Jahr begeht Schramberg den 50. Jahrestag der Ernennung zur Großen Kreisstadt. Die 700-Jahr-Feier der erstmaligen Erwähnung von Sulgen wird 2023 begangen. 25 Jahre Eingemeindung Tennenbronn nach Schramberg jährt sich 2031. Mit dem Zusammenschluss von evangelisch und katholisch Sulgen vor 100 Jahren wird der Festreigen 2034 beendet sein.

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"Vereine brauchen genügend Helfer"

Monika Kaltenbacher von der BDU-Fraktion argumentierte, dass es für viele Vereine wohl schwierig werde, die benötigte Anzahl von Fest-Helfern zu finden. Der Fraktion würde auch ein fünfjähriger Abstand von Fest zu Fest genügen. Auch wegen der zu erwartenden Kosten rät Kaltenbacher davon ab, alle zwei bis drei Jahre ein Stadt- oder Dorffest zu veranstalten. Zudem haben Vereine auch ihre eigenen Feste, so Kaltenbacher. Auch Robert Hermann war in der Fraktionsbesprechung der CDU zu keinem schlüssigen Ergebnis gekommen. Gleichzeitig warnte Hermann „vor einer festen Regelung“, worauf Oberbürgermeister Tomas Herzog sagte: „Flexibilität hat einen gewissen Charme.“ Es sollten eher anlassbezogene Festtermine entstehen, meinte er.

„Lasst uns die Feste feiern, wie sie fallen“

Manfred Moosmann von der Freien Liste bemängelte, dass von 200 Vereinen im Stadtgebiet Schramberg nur 30 der Gesprächseinladung gefolgt waren. Seine Idee: „Lasst uns die Feste feiern, wie sie fallen“, fand durch Kopfnicken mehr oder weniger die Zustimmung im Gremium. Am 21. März berät der Gemeinderat nochmals über die Festtermine. Im Ortschaftsrat wurde zur Sache kein Beschluss gefasst, was die Einigkeit der Ratsmitglieder unterstrich.