Die Festhalle in Tennenbronn gehörte am Wochenende dem Federvieh. Kaum zu überhören waren die Kikeriki-Rufe der Hähne und das lebhaft-laute Geschnatter der Gänse. Bereits am Eingang der Halle fiel den Besuchern die von Elfriede Kühn, Manuela Kühn und Daniela Klausmann hergestellte floristische Gestaltung auf. Ideenreich und hervorragend gestaltet schmücken die optischen Aufheller die Seitenwände der Käfige. Von Mittwoch bis Freitagabend waren die Züchter mit dem Herrichten der Lokalschau beschäftigt. Als die Tiere am Freitagabend alle in ihren Käfigen saßen, kam ein wenig Ruhe bei den gut 15 Helfern auf. 

Die Brüder Linus und Jakob Fichter, von links, sind erfolgreiche Jungzüchter. Stolz halten beide einen Hahn der Rasse Holländische Zwerghühner in den Händen.
Die Brüder Linus und Jakob Fichter, von links, sind erfolgreiche Jungzüchter. Stolz halten beide einen Hahn der Rasse Holländische Zwerghühner in den Händen. | Bild: Werner Mueller

Bei der Lokalschau werden weniger Tiere präsentiert als bei der Tauben-Sonderschau. Insgesamt 24 Aussteller, davon sechs Jugendliche, zeigten an zwei Tagen die Zuchterfolge des zurückliegenden Jahres. Ausgestellt waren 210 Tiere. 171 von den Altzüchtern und 39 von den Jungzüchtern. Mit der Note „Vorzüglich“ wurden elf Tiere der Altzüchter und drei Tiere der Jungzüchter bewertet. Seit etlichen Jahren sind als Preisrichter Gerhard Stähle aus Jettingen, Wilfried Stegmüller aus Gäufelden und Martina Haas aus Schönberg von der Preisrichtervereinigung Württemberg-Hohenzollern in Tennenbronn mit von der Partie. Wenn Tiere die Note „Vorzüglich“ bekommen, müssen zwei der Preisrichter die Startkarte unterschreiben, so die Vorschrift des Geflügelzuchtverbandes Deutschland.

Als bestes Ziergeflügel werden die Graugänse von Walter Weisser ausgezeichnet.
Als bestes Ziergeflügel werden die Graugänse von Walter Weisser ausgezeichnet. | Bild: Werner Mueller

Alexander Fichter hält als Ausstellungsleiter die Fäden in der Hand. Nachgefragt, wie sich der Geflügelzuchtverein Tennenbronn hält, weist er darauf hin: „Bei uns fehlt die Jugend. Innerhalb des Ortes ist Zuchttierhaltung nicht möglich, eher in den Außenbereichen.“ Vielleicht liege es auch an der „bindenden Verantwortung, die mit der Tierzucht verbunden ist“, so Fichter. Lobend erwähnte er, dass die Preisrichter aufgrund ihrer reichlichen Erfahrung auch Hinweise und Tipps geben.

Ganz andere Dimensionen

Für die Geflügelzüchter aus Tennenbronn war die Lokalschau der Abschluss des Zuchtjahres, Davor wurde die Landesschau in Freiburg und die Bundesschau in Hannover besucht. Sind auf der Landesschau an die 4000 Tiere ausgestellt, weist die Bundesschau mit bis zu 40 000 Tieren eine andere Dimension auf, ist von Alexander Fichter zu erfahren.