Bei seinem letzten Auftritt im Gemeinderat hatte Schrambergs Stadtkämmerer Rudi Huber eine gute und eine schlechte Nachricht: Die Gute: Der Haushalt 2017 hat mit einem Überschuss von mehr als sechs Millionen abgeschlossen. Die Schlechte: Seit 2018 sinken die Gewerbesteuereinnahmen dramatisch.

Der scheidende Stadtkämmerer Rudi Huber.
Der scheidende Stadtkämmerer Rudi Huber. | Bild: Martin Himmelheber

Der Abschluss 2017 sei der zweite nach dem neuen Haushaltsrecht, und in finanzieller Hinsicht „ein sehr guter“. Auch dank Gewerbesteuereinnahmen von fast 30 Millionen Euro, den zweithöchsten in der Geschichte der Stadt, erzielte die Stadt ein positives Gesamtergebnis von 6,29 Millionen Euro. Auch bei den Aufwendungen blieb die Stadt unter dem Haushaltsansatz, so Huber. Beim Personal beispielsweise gab die Stadt gut 400 000 Euro weniger aus, bei den Sach- und Dienstleistungen etwa 760 000 Euro. Dank der guten Einnahmen habe die Stadt auch 2017 keine neuen Kredite aufnehmen müssen.

Für das Jahr 2018 zeichne sich erstmals ein negatives ordentliches Ergebnis ab, so Huber. Die Ursache sei das um 2,24 Millionen niedrigere Gewerbesteueraufkommen. Erwartet hatte der Rat laut Haushalt 25,5 Millionen, eingegangen sind aber nur 23,2 Millionen Euro.

Der in diesem Jahr eingetretene „starke Konjunkturabschwung“ sei nun bei den Steuereinnahmen spürbar: „Erste deutliche Anpassungen der Gewerbesteuervorauszahlungen nach unten sind in der zweiten Jahreshälfte 2019 eingegangen.“ Eine Umfrage unter den größeren Unternehmen habe ergeben, dass weitere Anpassungen für dieses und das kommende Jahr zu erwarten seien. Statt der zur Jahresmitte im Haushaltszwischenbericht angekündigten 31,5 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen rechne er nur noch mit 25,4 Millionen, einer halben Million Euro weniger als den im Haushaltsplan für 2019 geplanten 25,9 Millionen.

Für das nächste Haushaltsjahr rechnet Huber mit 21 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen. Das sind fast fünf Millionen Euro weniger als in der Finanzplanung erwartet worden war. Bei einer Enthaltung (Johannes Grimm, Aktive Bürger) stellte der Rat die Berechnungen fest.