Eine umfangreiche Tagesordnung hatte der Ortschaftsrat Tennenbronn in der jüngsten Sitzung abzuarbeiten. Die Bedarfsplanung 2018 fortfolgend für die Kindertagesstätten im Stadtbezirk Schramberg, insbesondere der Bedarf im Ortsteil Tennenbronn, wurde ausführlich durch die Abteilungsleiterin für Schulen und Kindertagesstätten, Kerstin Fleig, vorgetragen.

Bevor die Erläuterung mit Beratung stattfand, besichtigte der Ortschaftsrat die Grundschule und die beiden Kindergärten Regenbogen und Maria Königin. Vor Ort ließen sich die Ortschaftsräte über die aktuelle Situation informieren.

Was die Tennenbronner Grundschule betrifft, wurden die Räume inspiziert. Es ist geplant, die verlässliche Schulkindbetreuung ab September 2018 an die Grundschule zu verlegen. Bei der Besichtigung der Kindergartenräume Regenbogen stellten die Ortschaftsräte fest, dass der Umbau gelungen sein. Derzeit steht noch eine dritte Ausbaustufe an.

Die Kinderzahlen in Tennenbronn steigen in den kommenden Jahren, teilte die Verwaltung mit. Dies hat zur Folge, dass die beiden Kindergarteneinrichtungen im nächsten Kalenderjahr nahezu voll ausgelastet sein werden. Ohne die Schulkindbetreuung im Kindergarten Maria Königin sind die Plätze für die Kindergartenkinder im Kindergartenjahr 2018/19 derzeit noch ausreichend.

Wohnung stünde parat

Eine Umfrage im Kindergarten habe ergeben, dass zwölf bis 14 Eltern Interesse an einer Schulkindbetreuung ab September 2018 haben. Nach aktuellen Zahlen können die Kinder im ersten Schuljahr noch im Kindergarten betreut werden. Ab Februar 2019 würden laut Verwaltung aber weitere Plätze für die Kindergartenkinder mit Rechtsanspruch benötigt.

Von der katholischen Kirchengemeinde wurde ein Angebot unterbreitet, eine direkt neben dem Kindergarten leer stehende Wohnung dem Kindergartenbereich zuzuschlagen. Es könnten weitere Plätze geschaffen und Spielräume für zukünftige Entwicklungen gewonnen werden. Die Kosten der Maßnahme werden auf knapp 240 000 Euro geschätzt. Die Umwandlung der bereits beantragten Kleingruppe in eine normale Regelgruppe würde eine Personalkostenerhöhung von etwa 0,8 Vollzeitstellen zur Folge haben.

Alternativ zur Schaffung zusätzlicher Plätze im Kindergarten sei auch die Schulkindbetreuung in der Schule möglich. In der Grundschule wären keine Umbaumaßnahmen notwendig, es sind freie Räume vorhanden. Zudem müssten die Schüler nicht mehr den Weg zum Kindergarten und umgekehrt auf sich nehmen. Zur Betreuung wäre die Anstellung einer in Teilzeit arbeitenden Person im Umfang von etwa 0,4 Vollzeitstellen notwendig. Im Haushaltsplan müssten im Jahr 2019 Mittel für Spiel- und Verbrauchsmaterial angesetzt werden.

Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass der städtische Verwaltungsaufwand etwas steigen würde und gegebenenfalls zusätzliche Haushaltsmittel für die Organisation eines Mittagessensangebotes notwendig würden. Im Gegenzug könnten Einnahmen in Höhe von etwa 3500 Euro aus Elternbeiträgen kalkuliert werden.

Die vorhandene Baustruktur des Kindergartens Maria Königin entspreche nicht den aktuellen Brandschutzvorschriften, wurde der Ortschaftsrat weiter informiert. Das Haus muss erst brandschutztechnisch auf den neuesten Stand gebracht werden. In diesem Zusammenhang sind Rettungswege zu schaffen und vor dem eigentlichen Bauantrag ist das Gebäude zu begutachten.