Ein Mann in Tennenbronn ist mit dem Preisträgerkonzert seit Jahren verbunden: Andreas Blessing. Selbst ist er ein passioniertes aktives Mitglied im Musikverein Frohsinn. Josef Broghammer, Mitglied im katholischen Kirchengemeinderat, würdigte den Einsatz von Blessing. Es sei nicht immer einfach, sich um alles zu kümmern. Auch mit dem Konzert im Vorfeld aufkommende Schwierigkeiten zu meistern. Doch Andreas Blessing schafft es immer wieder, hervorragende Künstler nach Tennenbronn zu bringen. Dazu konnte Broghammer dem Publikum mitteilen, dass es im kommenden Jahr wieder ein Preisträgerkonzert in der Kirche St. Johann Baptist geben wird. Auch das Publikum weiß es zu schätzen, welche Aufgaben Andreas Blessing auf sich nimmt und dankte ihm mit reichlich Beifall für seinen Einsatz der musikalischen Bereicherung in Tennenbronn.

Das Künstlerpaar Sonja Gebert, Sopran, und Maximilian Pöllner, Orgel, versetzte das Publikum in eine feierlich, festliche Stimmung. Mit Maximilian Pöllner saß ein profunder Kenner verschiedenster Orgeln am Spieltisch der Seifert-Orgel in Tennenbronn. Als ob er schon immer an dieser Orgel gespielt habe, setzt sich Pöllner gekonnt mit der Registrierung des Instruments auseinander. Unterstützt wird er in dieser anspruchsvollen Aufgabe durch Stefanie Bucher mit präzisem ziehen und drücken der Registerzüge. So lässt sich das Klangbild in vielfacher Weise verändern, was vom Organisten in sein Orgelspiel aufgenommen wird.

Seien es feinste Flötentöne oder mächtige Basstöne, Maximilian Pöllner hatte das Gefühl der exakten Intonierung in seinen Händen und deren Fingern. Nicht zu verachten auch das Pedalspiel, zuständig für die tiefen Tonlagen des Instruments. Immer wieder tauchte das Non-legato-Spiel die präsentierten Werke in einen exzellenten Klangteppich ein. Musik aus der Zeit von Franz Schubert bis in die Neuzeit mit der von Maximilian Pöllner gesetzten, ohrgängigen "Improvisation" waren zu hören. Hier konnte Pöllner zu Gehör bringen, was die Seifert-Orgel an Klangbildern und Klangfarben in sich hat.

Die aus Schramberg stammende Sopranistin Sonja Gebert hat sich in die Gunst des Publikums gesungen. Überaus eindrucksvoll die Wiedergabe von Franz Schuberts "Ave Maria", das stimmungsvoller nicht gesungen werden konnte. "Ihr habt nun Traurigkeit" aus "Ein deutsches Requiem", oder die Arie "Höre Israel" aus der Feder von Felix Mendelsson Bartholdy, wie Schuberts "Nacht und Träume" erzeugten eine wohltuende Stimmung. Der Gesang und das Zusammenspiel mit der Orgel waren fein abgestimmt. Beide Künstler setzten mit der Zugabe "Amazing Grace" einen würdigen Schlusspunkt.