Zwischen St. Georgen und Hardt soll ein durchgehender Radweg geschaffen werden. Dafür hat sich der Kreistag vor der Sommerpause ausgesprochen. Da der geplante Radweg auch über Schramberger Gemarkung führen würde, wurde dem Tennenbronner Ortschaftsrat die in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie vorgelegt. Insgesamt sind vier Kommunen und zwei Landkreise involviert.

Kosten über vier Millionen Euro

Geplant ist, die Lücke zwischen den beiden Gemeinden über die Hiesemicheleshöhe und Brogen mit einer durchgehenden Radwegverbindung zu schließen. Rainer Christ vom Ingenieurbüro BIT aus Villingen, das mit der Erstellung der Machbarkeitsstudie beauftragt wurde, stellte die Studie vor. Demnach ginge der Bau des Radweges mit einer Verbeiterung der Kreisstraßen 5724 und 5531 einher. Die Kostenschätzung für den Ausbau der Kreisstraßen auf sechs Meter Breite und den Bau des Radweges auf sieben Kilometer Länge bezifferte Christ insgesamt grob auf 4,4 Millionen Euro. Er rechnet mit einer hohen Förderung durch Bund und Land.

Tennenbronner Gremium dafür

Das Tennenbronner Gremium stimmte dem geplanten Radweg und dem Ausbau der Kreisstraßen generell zu. Zumal die auf die Stadt Schramberg anfallenden Kosten nach Abzug von Fördermitteln überschaubar seien. Bedenken äußerten manche Räte, dass durch die Verbreiterung der Straße, die derzeit fünf Meter, an manchen Stellen auch weniger beträgt, Autofahrer zum schnellen Fahren verleitet würden. Auch stand die Frage im Raum, ob die derzeitige Tonnagebschränkung auf 3,5 Tonnen mit dem Ausbau der Straße auf sechs Meter wegfalle und der Schwerlastverkehr die Strecke dann als Parallelstrecke zur Bundesstraße 33 nutzen könnte. Christ sagte, dass diese Möglichkeit bestünde.

Nach dem Zeitplan gefragt sagte Christ, dass im nächsten Jahr mit den Grunderwerb und danach mit der Planung begonnen werde. Möglicher Baubeginn wäre ab 2022, die Fertigstellung könnte 2023 sein.