Anregungen aus der Bürgerbefragung vom 20. Februar sowie aus der Rahmenplanung für die Gesamtstadt wurden in die favorisierte Variante neun für das Schwimmbad Tennenbronn nun nochmals eingearbeitet. Architekt Uwe Keppler vom Architektenbüro Schick trug die zum Teil wesentlichen Änderungen im Ortschaftsrat Tennenbronn vor, der sie zustimmend zur Kenntnis nahm.

Die komplette Umgestaltung des Eingangsbereichs gegenüber dem alten, nicht rollstuhlgerechten Eingang, in eine deutlich einladendere Zone mit barrierefreiem Zugang wird hervorgehoben. Die Barrierefreiheit durchzieht das Neugestaltungskonzept wie ein roter Faden. Uwe Keppler verspricht sich dadurch einen höheren Kundennutzen, mehr Aufenthaltsqualität, insgesamt ein attraktiveres Bad, das langfristig mehr Besucher haben wird. Damit einher geht auch mehr Stabilität der Einnahmen aus Eintrittsgeldern.

Für Gäste des Kiosks wird ein terrassenähnlicher Vorbau mit Panoramablick für neue Sitzflächen sorgen. Eine deutlich verbesserte Aufenthaltsqualität erfährt die Liegeterrasse, die weniger steil und deutlich breiter angelegt wird.

Entsprechend den einschlägigen Normen werden auch die im Freibad befindlichen Treppen neu angelegt, so Keppler. Ein Windschutzpavillon bietet bei kühler Witterung einen geschützten Bereich. Die Pergola bietet an heißen Tagen Sonnenschutz.

Über den mit Rollstuhl befahrbaren Panoramaweg kann das Freibad mit Kinderwagen bequem umrundet werden. Die Neigung des Weges beträgt zwischen vier und fünf Prozent, was rollstuhlgerecht sei, so Uwe Keppler. Mehr Sicherheit und einen besseren Einblick für das Sicherheitspersonal soll das gedrehte Kinderbecken bieten.

Mit der Verlegung des Beachvolleyballfeldes kann der Bereich des jetzigen Planschbeckens sinnvoll genutzt werden und liege zentraler. Das nun rechteckige Wasserbecken mit 550 Quadratmeter Wasserfläche wird mit einer dem Gelände angepassten Umrandung versehen. Das Nichtschwimmerbecken wird 330 Quadratmeter, das Kinderplanschbecken 81 Quadratmeter Wasserfläche aufweisen.

Das Technikgebäude erhält eine Holzverschalung, was mit wenig Aufwand eine einheitliche Optik ergibt. Vorgesehen ist, die Eintrittspreise um 0,50 Euro je Besucher anzuheben. Als Mehreinnahmen werden 31¦000 Euro erwartet. In der Gesamtbetrachtung ist die neue Variante jährlich um 20¦000 Euro wirtschaftlicher, so Peter Kälble, Werkleiter der Stadtwerke. Die Einsparung wurde bei entsprechend erzieltem Zuschuss auf 15 Jahre gerechnet.