Das Land Baden-Württemberg fördert den Bau des Freibads in Tennenbronn mit 1,2 Millionen Euro. Guido Wolf, Mitglied des Landtages Baden-Württemberg, überreichte den Betrag jetzt im Rathaus Schramberg. Als Justizminister ist er auch für den Bereich Tourismus zuständig.

Zwei Anträge

Mit zwei Zuschussanträgen für das Schwimmbad in Tennenbronn war die Stadt Schramberg an das Land Baden-Württemberg und den Bund herangetreten und beide Anträge führten zum Erfolg. Ayleen Schirling, Abteilungsleiterin Marketing und Tourismus im Schramberger Rathaus, stellte Wolf die Gemeinde Tennenbronn als einen wichtigen Ort im Verbund des touristischen Angebots in Schramberg vor.

Das könnte Sie auch interessieren

Nochmals verwies Oberbürgermeister Thomas Herzog auf den Grund, weshalb das Freibad Tennenbronn 2019 geschlossen blieb: „Wir hätten über 200 000 Euro in die Technik stecken müssen.“ Trotz der hohen zu tätigenden Ausgaben habe es keine Sicherheit gegeben, dass das Bad ohne Störung hätte betrieben werden können.

Landesjustizminister Guido Wolf trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Schramberg ein. Von links: Oberbürgermeister Thomas Herzog, Tanja Witkowski (SPD-Buntspecht), Abgeordneter Daniel Karrais, Bernd Richter (ÖDP), Abgeordneter Stefan Teufel und Clemens Maurer (CDU).
Landesjustizminister Guido Wolf trägt sich in das Goldene Buch der Stadt Schramberg ein. Von links: Oberbürgermeister Thomas Herzog, Tanja Witkowski (SPD-Buntspecht), Abgeordneter Daniel Karrais, Bernd Richter (ÖDP), Abgeordneter Stefan Teufel und Clemens Maurer (CDU). | Bild: Werner Mueller

Dass das Tennenbronner Freibad in der Bevölkerung weit über den Ort hinaus beliebt ist, zeige sich auch mit dem Klimawandel, der immer mehr Besucher im heißen Sommer 2018 aus dem Kinzigtal nach Tennenbronn brachte, sagte Herzog.

Das könnte Sie auch interessieren

2015 wurde mit ersten Untersuchungen begonnen und im Gemeinderat der Umbau beschlossen. „Zwischenzeitlich haben wir verschiedene Freibäder in der Umgebung angeschaut“, sagte Herzog. Die Vorplanung mit einer Kostenschätzung über 5,2 Millionen Euro (aktuell 5,5 Millionen Euro) erfolgte 2018. Darüber wurde im Gemeinderat abgestimmt. Thomas Herzog zeigte anhand einer Präsentation, wie das geplante Bad aussehen soll. Vom Infinity-Pool – ein scheinbar randloses Schwimmbecken – sei ein Ausblick ins Affentäle gewährleistet. Der neue Eingang werde barrierefrei gebaut und im Bad gibt es den Panoramaweg.

Bund gibt Geld frei

Glücklich zeigt sich der Oberbürgermeister, dass seit Montag, 2. September, die Zuschussfreigabe vom Bund erfolgt sei. Noch im Oktober soll mit den Abbrucharbeiten begonnen werden. Auf jeden Fall, so Thomas Herzog, werde entgegen anderslautender Gerüchte das Freibad in Tennenbronn nach der Modernisierung wieder geöffnet. „Ich darf erst dann anfangen, wenn der Zuschuss gewährt ist“, erklärte Herzog. Zur Dauer der Bearbeitung des Zuschussantrags sagt Guido Wolf: „Wir haben Summen die nicht auf Zuruf ausgegeben werden können.“

Das könnte Sie auch interessieren

Für Minister Wolf ist es selbstverständlich, „das Projekt gemeinsam anzuschieben.“ Er kündigte ein Tourismusinfrastrukturprogramm für Baden-Württemberg an. Die erforderlichen Zuschüsse von derzeit sieben Millionen Euro sollen auf zehn Millionen Euro erhöht werden. „Wir sind ein Tourismusland, das derzeit 390 000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in Baden-Württemberg anbietet. Eine Investition in den Tourismus ist auch eine Steigerung der eigenen Lebensqualität vor Ort“, sagte Wolf. Mit 1,2 Millionen Euro die nach Schramberg-Tennenbronn fließen, ist der höchste vergebene Förderbetrag des Landes in Schramberg angekommen.