Die Schüler freuen sich, der Ortsvorsteher kann zuhause bleiben und die Frauengemeinschaft bringt den "Löwen" zum Beben. So sieht es am schmotzige Dunschtig in Schrambergs südlichstem Stadtteil, in Tennenbronn aus. Für den prächtigen Narrentag sorgten Abordnungen der Tennenbronner Hästräger.

Auf dem Rathausvorplatz herrscht zum Rathaussturm ein buntes Treiben.
Auf dem Rathausvorplatz herrscht zum Rathaussturm ein buntes Treiben.

Pfrieme-Stumpe, Kappelgeister, Linde-Wieble, Wurzel-Hexen, Ichbe-Hexen, Teufelsküche, Alcaputti und Erzknappen waren auf den Beinen. Tolle Geste: Schüler der Grundschule Tennenbronn haben vor der Schülerbefreiung ihrer Lehrerin Barbara Baldauf einen Genesungsbesuch abgestattet. Sie ist auf glattem Boden ausgerutscht und hat sich das Bein gebrochen. Wie aus verlässlichen Schüler- und Lehrerkreisen berichtet wurde, habe sich die Besuchte über die Aufmerksamkeit sehr gefreut und den Schülern ihren Dank ausgessprochen.

Das Jugendorchester Tennenbronn begleitet die Schülerbefreiung.
Das Jugendorchester Tennenbronn begleitet die Schülerbefreiung.

Die Schülerbefreiung wird von Schulleiterin Tanja Witkowski gut vorbereitet. Die Narrengruppen wissen, wo die Schüler zu finden sind, und es versteckt sich auch niemand. Im Anschluss an die Rathausschlüsselübergabe feierten die Kinder im katholischen Pfarrsaal in ausgelassener Stimmung Schulfasnet. Natürlich dürfen Musikerinnen und Musiker der Tennenbronner Jugendorchesters da nicht fehlen. Sie geben den Ton an, alles hört auf den Tennenbronner Narrenmarsch.

Wer nicht freiwillig geht, der wird aus der Schule getragen.
Wer nicht freiwillig geht, der wird aus der Schule getragen.

Das mit dem Rathaussturm ist so eine Sache für sich. Hatte sich Oberbürgermeister Thomas Herzog klammheimlich unter das ihm Deckung gebende närrische Volk gemischt, ging Gildemeisterin Helga Wölk doch auf die Stadtoberhaupt-Suche. Mit der Bekanntgabe des Tennenbronner Fasnet-Unworts "Isch machbar" legte Wölk gereimte Worte in die Finanzwunde.

Erzknappen Zunftmeister Sven Moosmann hält die beiden "Mach-Bar"-Boxen in den Händen.
Erzknappen Zunftmeister Sven Moosmann hält die beiden "Mach-Bar"-Boxen in den Händen.

Damit die Herren OB und Ortsvorsteher Lutz Strobel sich an "machbar" auch im wieder einkehrenden "richtigen Leben" gewöhnen, überreichten die Narren eine "Mach-Bar", gefüllt mit spritzigem Inhalt. Als Hirtenbub gab Lutz Strobel seinen Schlachtruf "Schramberg wartet, doch die badische Sonn' scheint über der Perle Tennenbronn" als Refrain der Büttenrede zum Besten.

Eine Ichbe-Hexe alleine geht nicht. Die Hexen treten im Doppel-Doppelpack auf, sobald eine Kamera auf sie gerichtet wird.
Eine Ichbe-Hexe alleine geht nicht. Die Hexen treten im Doppel-Doppelpack auf, sobald eine Kamera auf sie gerichtet wird.

Mit der Ankündigung durch Gildemeisterin Helga Wölk von den Pfrieme-Stumpe, die Ortsgewalt zu übernehmen, gaben sich Herzog und Strobel geschlagen. Mit dem Tennenbronner Narrenmarsch wurde die Übergabe bestätigt.

Stimmung pur herrscht bei der Frauengemeinschaft im Landgasthaus "Löwen".
Stimmung pur herrscht bei der Frauengemeinschaft im Landgasthaus "Löwen".

Es ist schon einige Zeit her, da war im Gasthaus "Löwen" die Hochburg der Tennenbronner Zinkenfasnet. Heuer haben sich rund 80 Frauen der Frauengemeinschaft versammelt, um zu zeigen, wie Fasnet im Kleinen funktioniert. Ortsvorsteher Lutz Strobel trug seine Büttenrede vor und wie gerufen kam Pfarrer Josef Beke durch die Türe, als Strobel sein Erlebnis an Bekes Geburtstagsfeier zum Besten gab.

In Begleitung der Hästräger verlassen die Schüler das Schulgebäude.
In Begleitung der Hästräger verlassen die Schüler das Schulgebäude.

Robert "Bob" Hilser, Gerlinde Seiler, Sylvia Pfundstein, Luzia Hilser und Ute Lehmann traten als "Die lustigen Fehlaperlen" auf. Weitere Auftritte folgten mit Hilde Rapp, Monika Pfundstein, Sonja Hermann, Hilde Pfau, Brigitte Schiele, Elisabeth Moosmann und Monika Hermes. Gertrud Weisser hatte die Leitung des dreistündigen Programms.

So geht es weiter

Am Samstag findet der Brauchtumsabend der Pfrieme-Stumpe ab 20 Uhr in der Festhalle statt. Der Sonntag steht ganz im Zeichen des um 13.30 Uhr beginnenden Umzugs durch das Dorf. Danach findet Narrentreiben in der Festhalle statt. Die Schlüsselrückgabe und das Umsägen des Narrenbaumes sind am Dienstag, 5. Februar, um 19 Uhr auf dem Dorfplatz. (wm)