Tennenbronn – Die Wurzelhexen eröffneten die Tennenbronner Saalfasnacht. Bei ihrem Hexenball feierte das Publikum ausgelassen. Zu sehen gab es Hexen- und Showtänze. Zudem sorgten Guggenmusiken für Stimmung in der Festhalle.

Von null auf hundert in wenigen Augenblicken stieg das Stimmungsbarometer, als nach dem traditionellen Einmarsch der Tennenbronner Zünfte die Gastgeber mit ihrem schaurigen Hexentanz das Programm eröffneten. Dem Schauerfaktor stand der Tanz der Galgenbühl-Hexen aus Marschalkenzimmern in nichts nach. Da kam der Auftritt der Showtanzgruppe One Two Step der Narrengilde Pfrieme-Stumpe gerade recht. Als Kaminfeger wirbelten die jungen Frauen über die Bühne.

Härtere musikalische Töne schlugen die Damen der Showtanzgruppe Shoguna der Narrenzunft Erzknappen an. Sie zeigten eine rasante Choreografie im Technostil.

In den Programmpausen sorgte das Duo Alexandra und Maik dafür, dass der Stimmungspegel nicht absank. Mit Fasnetliedern, Stimmungshits und Schunkelrunden hielten sie das Publikum bei Laune. Die Laune stieg, als die von Moderator Dennis Bastiansen als "Die Kaputten" angekündigte Guggenmusik Alcaputtis die Bühne in Beschlag nahm. Im Nu tobte die Gästeschar zu den Klängen der Combo. "Wir sind sehr zufrieden, die Halle ist gut gefüllt und die Stimmung ist super", resümierte Dennis Bastiansen die Party, die bis in den Morgen in vollem Gange war.

Die Verschmelzung von Brauchtums- und modernem Showtanz haben die Ichbe-Hexen für sich entdeckt. Im Hexenhäs zeigte das Tanzballett aus dem Eichbach einen modernen Tanz. Weitere Programmpunkte steuerten die Hochsteiger-Hexen aus Lauterbach , das Showtanzballett der Narrenzunft Böhringen und die Guggenmusik "Die Taktlosen" bei.

Bildergalerie im Internet: www.suedkurier.de/bilder

Die Hexensage

Die Fasnetfigur der Wurzelhexe beruht auf einer Sage, die im hinteren Bernecktal ihren Ursprung hat. Darin wird geschildert, wie eine sogenannte Hexe, an die das Volk noch bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts hinein glaubte, sechs Jahre anstelle der Ehefrau mit einem verheirateten Mann gelebt hat, ohne dass letzterer dies wahrnahm. Die lange Fassung ist unter www.wurzelhexen.de auf der Homepage der Zunft nachzulesen.

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