Tennenbronn – Der Vorbereitung auf das Jahreskonzert am 13. April galt ein Probentag des Musikvereins Harmonie Tennenbronn. Dirigent Thomas Wössner stellt das Jahreskonzert unter das Motto „Helden und Sagen“. Jedes Konzertstück wird einen Helden oder eine Sage musikalisch vorstellen.

Da jedoch jeder Held zuerst einmal klein anfangen muss, war es das Ziel des Probentages, die technisch schwierigen Passagen des Konzertprogramms einzuüben. Ton für Ton wurde in schwierigen Läufen akribisch einstudiert. Komplizierte rhythmische Stellen wurden erarbeitet. Thomas Wössner hatte dazu Dozenten eingeladen, welche die Stücke mit den einzelnen Registern einübten.

Dozent Walter Böcherer probt mit dem Tenorhornregister das charakteristische Gandalf Motiv ein für die Sinfonie Nr.1 aus „Herr der Ringe“ von Johan de Meij.
Dozent Walter Böcherer probt mit dem Tenorhornregister das charakteristische Gandalf Motiv ein für die Sinfonie Nr.1 aus „Herr der Ringe“ von Johan de Meij. | Bild: Musikverein Harmonie

Walter Böcherer, Leiter der Musikschule Hornberg, hatte mit dem tiefen Blech die größte Gruppe. Er feilte mit dem Tenorregister, Tuba und Posaunen den gesamten Nachmittag an „Gandalf“ aus der „Der Herr der Ringe“, Sinfonie Nr. 1 von Johan de Meij. Der weiße Zauberer erscheint musikalisch in schwierigen Tonarten und Rhythmen, was den Musikern viel Können abverlangt.

Das Hornregister ist in den Schlachtenszenen des Stücks „Robin Hood“ extrem gefordert. Im Bild (von links) Carolin Klausmann, Roland Staiger, Yvonne Peter und Philipp Grießhaber.
Das Hornregister ist in den Schlachtenszenen des Stücks „Robin Hood“ extrem gefordert. Im Bild (von links) Carolin Klausmann, Roland Staiger, Yvonne Peter und Philipp Grießhaber. | Bild: Musikverein Harmonie Tennenbronn

Thomas Wössner selbst studierte unter anderem die „Symphonic Suite From Robin Hood“ mit dem Horn- und Saxophonregister ein. In den Schlachtszenen wird das Hornregister sehr stark gefordert, welches am Probentag dementsprechend auch im Fokus stand.

In der Mittagspause stärkten sich die Musiker mit Spaghetti und Kaffee und Kuchen, um es am Nachmittag mit weiteren Helden aufnehmen zu können.

Dozent Roland Lange fordert beim Einstudieren der Filmmusiken aus den James-Bond-Filmen mehr lockeres Spiel auch in den schwierigen Passagen.
Dozent Roland Lange fordert beim Einstudieren der Filmmusiken aus den James-Bond-Filmen mehr lockeres Spiel auch in den schwierigen Passagen. | Bild: Musikverein Harmonie

Roland Lange, Trompetendozent aus Brigachtal, arbeitete mit den Trompeten auch an der Ausgewogenheit im Register. Da die Stücke mit bis zu vier Trompetenstimmen besetzt sind, müssen alle Stimmen in gleicher Lautstärke einen einheitlichen Klang bilden.

Bei einem so großen Trompentenregister arbeitete Dozent Roland Lange sehr stark an dem musikalischen Ausgleich in den einzelnen Stimmen.
Bei einem so großen Trompentenregister arbeitete Dozent Roland Lange sehr stark an dem musikalischen Ausgleich in den einzelnen Stimmen. | Bild: Projektgruppe Tennenbronner Heimathaus

Für die tieferen Stimmen erfordert das oft mehr Anstrengung. Dies ist insbesondere bei sinfonischen Stücken wie „Dragon Fight“ erforderlich. Die Sage spielt in den Liechtensteiner Alpen, wo ein Drache sein Unwesen treibt. Der Komponist erzählt den Kampf gegen den Drachen musikalisch nach.

Ferenc Guti, welcher die Harmonie als Interimsdirigent beim Konzert 2018 leitete, stand mit dem Flöten- und Klarinettenregister vielleicht vor der größten Herausforderung. Die Klarinetten haben in vielen Stücken herausfordernde Passagen zu meistern. Einige Abschnitte halten selbst die besten Harmonie-Klarinettisten für nahezu unspielbar. So hatte Ferenc Guti die schwierige Aufgabe, mit Tipps und Kniffen die Tennenbronner Musiker zu unterstützen.

Nach fünf Stunden musikalischer Arbeit endete ein harter aber erfolgreicher Probentag für die Harmonie. Die Musiker zeigten sich danach überzeugt, die Kämpfe gegen Drachen und Bösewichte musikalisch zu bestehen.