Der kommunale Kinopalast in Tennenbronn erlebte in der Festhalle die Auferstehung. Zwar nicht mit Filmen, doch musikalisch. Vor vielen Jahren war dieser Raum tatsächlich das Tennenbronner kommunale Kino. Ein ausgelegter roter Teppich und zwei Kinostuhl–Garnituren liessen gleich mal Kinoatmosphäre aufkommen. Dazu kam der Auftritt von Markus Blessing, Vorsitzender des Musikvereins Frohsinn, als Eisverkäufer stilecht mit Schiffchen und großem Bauchladen.

Blessing überraschte das Publikum mit richtigem Eis und auch gleich noch den entsprechenden Verhaltensregeln: Jeder habe seine Hinterlassenschaft selbst zu entsorgen, gab der Eisverkäufer zum Schluss seines Auftritts bekannt.

Blaskapelle in Hochform

Absolut Großes haben sich die Musiker der Blasmusikkapelle Frohsinn Tennenbronn für das Konzert auf die Fahnen geschrieben. Allen voran Dirigent Thomas Michelfeit, der die Blaskapelle in Hochform präsentierte. Das musikalische Thema waren Filmmelodien. Um den Stücken Ausdruck zu verleihen, trug Ekkehard Kaltenbacher die Ankündigungen mit sonorer Stimme vor. Über der Bühne wurden dazu Werbespots projiziert und im Abspann alle Mitwirkenden wie im richtigen Kino vorgestellt.

Mit dem Intro zu „20th Century Fox“ begrüßten Dirigent und Musiker das erwartungsvolle Publikum. Mit dem „Superman March“, brachte Michelfeit das weiche Blech zur optimalen Wirkung. Auch am Schlagzeug, überhaupt im gesamten Schlagwerk, waren alle Beteiligten gefordert. Ihren ersten Auftritt hatte Claudia Habermann als begnadete Sopranistin mit dem Song zu „A Beautiful Mind“ mit „All love can be“.

Die Filmmusik zu Robin Hood, dem König der Diebe, präsentiert sich spannungsgeladen, mit teilweise mystischem Klangbild. Klarinetten, Hörner, tiefes Blech und die Flöten zaubern ein lieblich klingendes Stimmungsbild.

Unter der Leitung von Ute Haas–Woelke hat der katholische Kirchenchor einen starken Auftritt.
Unter der Leitung von Ute Haas–Woelke hat der katholische Kirchenchor einen starken Auftritt. | Bild: Werner Mueller

Stimmungsvoller Kirchenchor

Zu einem überaus stimmungsvollen Erlebnis wird der Auftritt des katholischen Kirchenchores mit dem afrikanischen Lied „Bii Yama Yia“, dem Titelsong aus „Dry your tears, Afrika„ (Trockne deine Tränen, Afrika) das dem Filmdrama „Amistad – Das Sklavenschiff“ nach einer wahren Begebenheit aus dem Jahr 1839 entstammt.“ Mit einer glanzvollen Homage an Freddie Mercury kommt „Bohemian Rhapsody“ zur Aufführung.

Lena Moosmann spielt ein qualitativ hochstehendes Flötensolo im Akzente–Konzert.
Lena Moosmann spielt ein qualitativ hochstehendes Flötensolo im Akzente–Konzert. | Bild: Werner Mueller

Der „Krieg der Sterne“ erwacht im musikalischen Höhenflug. „Der Mann mit der eisernen Maske“ beinhaltete ein präzise gespieltes Flötensolo von Lena Moosmann. Zur großen Nummer wird auch „James Bond 007“ mit Bond-Girl Claudia Habermann als Gesangssolistin. Einmal mehr überzeugt die Sängerin als Sopranistin.

Sopranistin Claudia Habermann ersingt sich die Gunst des aufmerksamen Publikums.
Sopranistin Claudia Habermann ersingt sich die Gunst des aufmerksamen Publikums. | Bild: Werner Mueller

Zu „The Incredibles – Die Unglaublichen“, legte die Showtanzgruppe Shoguna einen choreografisch präzisen Tanzauftritt hin, der mit viel Beifall bedacht wurde. Das eindrucksvolle Saxophonsolo wurde von Tim Kaltenbacher gespielt. Nach „Gabrielas Song“, von Claudia Habermann solistisch vorgetragen, senkte sich der große Vorhang.

Die Showtanzgruppe Shoguna präsentiert einen artistischen Tanz der eine anhaltende Wirkung beim Publikum erzeugt.
Die Showtanzgruppe Shoguna präsentiert einen artistischen Tanz der eine anhaltende Wirkung beim Publikum erzeugt. | Bild: Werner Mueller