Tennenbronn – Die Ortsgruppe Tennenbronn des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes (BLHV) beschäftigte sich in ihrer Jahreshauptversammlung mit der Offenhaltung der Landschaft. Harald Kiefer, stellvertretende BLHV-Kreisvorsitzender, sprach von einer wichtigen Aufgabe. Allerdings sei dafür ein hoher Verwaltungsaufwand notwendig. Vom Landwirtschaftsamt Rottweil dankte Isabella Glasneck den Landwirten für das Offenhalten des Geländes. Mahnend sprach sie davon, die Nitratbelastung soll weiter nach unten gehen. Es dürfe keine Gülle an die Wintergerste und an den Winterraps gegeben werden. Glasneck sprach die gemeinsame Agrarpolitik mit Brüssel an und stellte dazu fest, dass ab 2020 die Gelder weniger werden. Demnächst werden kreisweit Biotope erfasst und kartiert.

Wolf ist hier kein Thema

Auf eine Anfrage eines Landwirts zum Wolf sagt Isolde Glasneck: "Der Wolf ist immer ein Thema für Landwirte mit Weidetierhaltung, Wir sind hier nicht Wolfgebiet." Sichtungen sollen aber an die forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt gemeldet werden.

Von den Landschaftserhaltungsverbänden (LEV) waren Wolfgang Rösch für das Landwirtschaftsamt Rottweil und Kim Ebinger für den Bereich mittlerer Schwarzwald anwesend. Beide teilten sich den Vortrag zur Offenhaltung des Geländes und die Vorgehensweise dazu. Rösch betonte, "wir befinden uns in der vom Mensch geprägten Landschaft". Verband, der Naturschutz, die Landwirtschaft und die Kommunen als Vermittler sollen zusammenarbeiten. Die Erhaltung und Beratung im Naturschutz sei ein wichtiger Faktor, so Rösch.

Geschäftsführerin Kim Ebinger berichtete über den LEV Mittlerer Schwarzwald, der 2006 gegründet wurde. Inzwischen wird die Vereinigung von acht Kommunen, elf Verbänden und Vereinen und 42 Privatpersonen getragen. Unter anderem sind die Städte Schiltach, Schramberg und Wolfach im Verband, der "kreisübergreifend tätig ist". Finanziert werde der Verband vom Landkreis Rottweil. Ziel sei es, die Landwirtschaft für die Thematik Landschaft zu sensibilisieren.

Schriftführer Thomas Pfaff rief das zurückliegende Jahr mit nicht allzu vielen Aktivitäten nochmals ins Gedächtnis. Kassierer Martin Hilser berichtet von einem "gesunden Kassenstand", der durch Kassenprüfer Winfried Ketterer bestätigt wurde.

An die von Ortsvorsteher Lutz Strobel vorgenommene Entlastung folgte die Neuwahl des Vorstandsgremiums. Mit Rolf Lehmann wurde der bisherige Vorsitzende im Amt bestätigt, ebenso Kassierer Martin Hilser und Thomas Pfaff als Schriftführer. Winfried Ketterer, Ralf Fichter, Erhard Fichter und Helmut Heinzmann wurden zu Beisitzern gewählt.