Wegen des fehlenden Schnees lassen sich die Erzknappen doch nicht aus der Fassung bringen. Schon gar nicht, wenn die Sonne mit ihren wärmenden Strahlen eher Lust auf Frühling macht. Denn die eingeschworene Zunft ist pfiffig. Gibt es keinen Schnee, dann sind die Teilnehmer eben zu Fuß unterwegs beim "Blindekuh Streitwagenrennen" neben dem Gästetreff.

Eines der Mitglieder hatte zuhause ein ganzes Arsenal historischer Ziehkarren. So wurde die Idee geboren, Mannschaften mit je drei Mitspieler zu bilden. Zwei waren für den Zug des Karrens zuständig. Natürlich mit gut verbundenen Augen. Das dritte Mannschaftsmitglied durfte auf dem Wagen Platz nehmen, um die Kollegen mit den verbundenen Augen auf den richtigen Weg zu lenken.

Wer einen der aufgestellten Kegel umgefahren hatte, bekam am Schluss jeweils zehn Sekunden Strafzeit zur erreichten Zeit aufgebrummt. Mit acht teilnehmenden Mannschaften war das Teilnehmerfeld durchaus, den Erwartungen entsprechend, gut besetzt. Als Titelverteidiger waren die Ichbe-Hexen mit am Start.

Sven Moosmann, Zunftmeister der Erzknappen, erklärte die Spielregeln und eine Mannschaft, bestehend aus der Guggenmusik Alcaputti, befuhr den Parcours unter realen Bedingungen. Nachdem die Startreihenfolge ausgelost war, ging die Mannschaft der Harmonie 2 Ganz an den Start. Dann galt es, die vorgelegten 2:24 Minuten zu unterbieten. Am Start waren Andreas Wälde, Stefan Flaig und Timo Staiger. Trotz einer zehnsekündigen Strafzeit schaffte die Mannschaft vom VW Club mit Marc Lehmann, Robin Stockburger und Tim Grießhaber diese Zeit mit 1:30 Minuten deutlich zu unterbieten.

Die absolute Spitzenleistung schafften die Ichbe-Hexen mit 0:58 Minuten. Das bedeutete in der Schlussabrechnung Platz eins. Adrian Stockburger, Felix Lehmann und Peter Lehmann legten ein unbeschreibliches Tempo im ersten abwärts führenden Streckenabschnitt vor. Die Slalomstrecke wurde scheinbar mühelos überwunden, die Schikane mit der Engstelle ebenso. So war es nicht verwunderlich zu sehen, wie die Mannschaft in einen Freudentaumel fiel. Die drei Erstplatzierten waren die Ichbe-Hexe, der VW-Club und die Mannschaft der Harmonie 2 1/2 mit 1:48 Minuten.

Fasnet-Magnet

Die Narrenzunft Erzknappen und Guggenmusik Alcaputti in Tennenbronn bieten jeden Fasnetsamstag einen lustigen Sportwettbewerb, der viele Zuschauer anzieht. Das Fassdaubenrennen basiert dabei auf Wintersporterfahrungen vor Ski und Snowboard. Mit den für die Herstellung von Fässern gewölbten Langhölzern ließ es sich schon früher zu Tal fahren. (wm)

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