Tennenbronn – Beim Ball der Tennenbronner Erzknappen konnten die Besucher in Strand- und Freibadatmosphäre eintauchen. Mit ihrer Freibad-Winter-Edition reagierten die Erzknappen närrisch auf die stockende Diskussion um die Sanierung des Freibads im Affentäle.

Den Badebetrieb in der Festhalle hielten die Bademeister Sven und Robin Moosmann aufrecht. Wichtigste Regel des Abend lautete; Nicht vom Beckenrand springen. Ansonsten ließen die muskelbepackten Bademeister den Badegästen viel Freiraum zum Feiern. Das nutzten die Gäste ordentlich aus, die teilweise mottogerecht kostümiert erschienen. Um nicht nur in Freibad- sondern auch in Strandstimmung zu kommen, zeigten die Miniknappen als Südseeperlen verkleidet einen Tanz. Ihre Gedanken zur zukünftigen Freibadplanung machten sich Martin Kestring und Jens Moosmann als dessen vorlaute Bauchrednerpuppe. Für 3,5 Millionen Euro, die für die Sanierung zur Verfügung stehen, könne man das Freibad gerade mal zuteeren und die neue Festhalle drauf bauen, lautete deren Vorschlag. Dann hätte Tennenbronn gleichzeitig ein Hallen-Bad, so der Tenor, dem das Publikum johlend zustimmte.

Einen gewagten Tanz zeigten die beiden letzten Saunagänger der längst geschlossenen Tennenbronner Sauna. Nur ein Handtuch verhüllte das Nötigste bei Thomas Waldvogel und Fabian Götz, die graziös über die Bühne tanzten und beim Publikum wahre Begeisterungsstürme auslösten.

Hart und laut wurde es, als die Freibad-Band in bester Punkrockmanier ihr Freibad zurückforderte. Weniger für die Ohren, dafür mehr fürs Auge boten die Auftritte der Showtanzgruppen. One Two Step zeigte einen Tag aus dem beliebten TV-Format Promi Shopping Queen. Die Tanzgruppe Shoguna zeigte als Baywatch-Nixen den verantwortungsvollen Alltag der Rettungsschwimmer. Für Lacher sorgten zudem die selbst gedrehten Videoclips.

Mit den Blede Henne vom Remsbach, die eine rasante Schwarzlichtnummer zeigten, und den dreckigen Schlampen vom Krappenloch, steuerte der Abend auf den musikalischen Abschluss zu. Die Guggenmusik Alcaputtis sorgte für eine feiernde und schwitzende Menschenmenge, so dass sich manch einer sicher wünschte, jetzt tatsächlich einen Sprung ins abkühlende Nass machen zu dürfen.

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Heute öffnet Narrendorf

Am heutigen Samstag findet ab 12 Uhr das Fassdaubenrennen beim Gästetreff statt. Mangels Schnee haben sich die Erzknappen einen Ersatzwettbewerb ausgedacht. Abends ist das Narrendorf geöffnet. Am Sonntag beginnt um 13.30 Uhr der Umzug durch das Dorf. (spr)

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