Am Pfingstwochenende, Sonntag 9. Juni und Montag 10. Juni, steigt das erste Tennenbronner Waldfest mit der Bürgervereinigung Unterschiltach. Nach der Abzweigung zur Altenburg, Richtung Hardt, ist unübersehbar, linker Hand das Festgelände.

Es gehört zum guten Brauch, dass am Mittwochabend vor dem Fest gemeinsam das Zelt aufgebaut wird. Mehr als 20 Helfer sind dabei, wenn Zeltmeister Dominik Gorek das Zeichen zum Beginn gibt. Begonnen wird mit dem systematischen Abladen, damit der Zusammenbau auch reibungslos, wie aus dem Baukasten, funktionieren wird. Die Helfer sind schon längst in ihre Aufgaben hineingewachsen und jeder bringt sich dort ein, wo er bisher seinen angestammten Platz hatte.

Kevin Brüstle und Daniel Klausmann (von links) haben sich die vibrationsreichste Aufgabe ausgesucht. Mit der Motorramme treiben beide die langen Zeltnägel ins Erdreich.
Kevin Brüstle und Daniel Klausmann (von links) haben sich die vibrationsreichste Aufgabe ausgesucht. Mit der Motorramme treiben beide die langen Zeltnägel ins Erdreich. | Bild: Werner Mueller

Erstmals darf Tamara Haas die Personaleinteilung für das Fest vornehmen. Es ist keine leichte Aufgabe, die insgesamt vier Schichten mit je 30 Kräften lückenlos zu besetzen. Doch Hilfe durch die Vorstandsmitglieder ist ihr zugesichert. Gefragt, welcher Zeitaufwand hierfür benötigt wird, gibt Tamara Haas bereitwillig Antwort.

„Vier Wochen, auch wenn ich nicht jeden Tag daran arbeite, diese Zeit wird benötigt.“ Es passiert schon mal, dass langgediente Helfer mal wechseln wollen. Das wird berücksichtigt. Es ist auch nicht damit getan, dass Tamara Haas die Namen von der alten Liste in die neue Liste schreibt. Sie muss nachfragen, ob jede und jeder Zeit für die geplante Einsatzzeit hat. „Diese Feinabstimmung muss sein, um einen geordneten Betrieb hinter der Theke und im Zelt zu haben“, sagt Haas.

Jannik Ernst, links und Bernd Nagel setzen mit Quick Pins die Zeltrahmen zusammen. Bild: Werner Müller
Jannik Ernst, links und Bernd Nagel setzen mit Quick Pins die Zeltrahmen zusammen. | Bild: Werner Mueller

Nur wenige Anweisungen vom Zeltmeister sind notwendig, um die Zeltteile dort abzulegen, wo sie gebraucht werden. Dominik Gorek hat den Aufbauplan im Kopf. Jedes Detail am Zelt kennt er, weiß ganz genau, wo welche Baugruppen hingehören. Für die Männer der Bürgervereinigung Unterschiltach ist der Aufbau mit körperlichem Einsatz verbunden. Von außen betrachtet läuft alles „wie am Schnürchen“.

Kein Leerlauf, alle sind auf ihren Posten. Roland Brüstle ist der Mann für den Toilettenwagen. Er trägt die Verantwortung, dass das Gefährt am richtigen Standort aufgestellt wird, um dann die notwendigen Wasser- und Kanalanschlüsse vorzunehmen. Heiko Götz muss noch ein wenig warten. Erst wenn das Zelt aufgebaut ist, kann er mit der Elektroinstallation beginnen.

Das Festzelt der Bürgervereinigung Unterschiltach misst 16 mal 35 Meter, daran grenzt der drei Meter tiefe und 25 Meter lange Wirtschaftsanbau. Vor der Möblierung wird das Zelt mit einem Holzboden ausgelegt. Das hat den Vorteil, dass Tische und Bänke auf ebenem Grund stehen. Die Servicekräfte haben keine holprigen Wege zu laufen und die Gäste stehen nicht auf dem Grasboden.