Große und weniger große Bauprojekte stehen in diesem Jahr in Schramberg und den Teilorten an. Unsere Zeitung sprach darüber mit Oberbürgermeister Thomas Herzog.

  • Talstadtumfahrung: Nach vier Jahrzehnten wird es bei der Talstadtumfahrung konkret: "Im ersten Halbjahr sollen die Planungen beginnen", freut sich Herzog. Dabei werden die Fachleute im Regierungspräsidium laut Priorisierungsliste die Grundlagen für die Talumfahrung überprüfen.
  • Turn- und Festhalle: Geprüft wird auch, was für Tennenbronn die beste Hallenlösung ist. Im März oder April werde die Stadt eine Machbarkeitsstudie zu den drei möglichen Standorten für eine neue Turn- und Festhalle vorlegen. Danach müssten sich Ortschaftsrat und Gemeinderat entscheiden: beim Dorfweiher, beim Kroneareal oder am bisherigen Standort.
  • Freibad: Wesentlich weiter ist man schon bei der Modernisierung des Tennenbronner Freibads. Bevor über einen Zuschussantrag beim Land entschieden ist, darf aber nicht ausgeschrieben werden. "Wir hoffen, dass wir bis März oder April Näheres wissen", so Herzog. Auf jeden Fall werde in diesem Jahr die Ausführungsplanung und die Ausschreibung erfolgen, damit die Bauarbeiter gegebenenfalls noch im Herbst anrücken können.
Oberbürgermeister Thomas Herzog.
Oberbürgermeister Thomas Herzog. | Bild: Martin Himmelheber
  • Baugebiet Bergacker: Beim Neubaugebiet Bergacker IV in Tennenbronn hat die Stadt inzwischen das Grundstück gekauft. "Sobald die Witterung es zulässt, können wir jetzt das noch fehlende Bodengutachten in Auftrag gegeben", kündigt Herzog an. Dann werde auch das Bebauungsplanverfahren weitergehen. Ob die Erschließung des lange ersehnten Neubaugebiets noch 2019 klappt? "Schwierig." Bei Bebauungsplanverfahren sind Fristen vorgegeben.
  • Krankenhaus: Auch die Krankenhausumbaupläne zu Wohnungen sollen weiter gehen. Voraussetzung ist, dass das Regierungspräsidium hier ein Sanierungsgebiet ausweist. "Wir rechnen mit einer Entscheidung im Frühjahr", sagt Herzog. "Erst dann können wir Nägel mit Köpfen machen."
  • Baugebiet Schoren: Der zweite und dritte Bauabschnitt im Baugebiet Schoren Süd in Sulgen liegt seit etwa einem Jahr auf Eis. Schuld ist eine Feldlerche. Für sie muss die Stadt ein geeignetes Ausweichgrundstück finden. "Wir kommen bisher noch nicht an die Grundstücke ran", bedauert Herzog. Ein mögliches Alternativgrundstück überprüfe derzeit das Landratsamt. Wenn von dort grünes Licht kommt, könne die Stadt dieses Jahr erschließen. Herzog fordert von der "großen Politik" das Planungsrecht zu entschlacken: Man solle beim Naturschutz zugunsten des allseits geforderten Wohnungsbaus zurückfahren. Beim Schoren etwa müsse die Stadt über Jahrzehnte für eine möglicherweise vertriebene Feldlerche ein Grundstück bereit stellen, ganz egal ob diese dort nistet oder nicht.
  • Alte Steige: Ganz sicher beginnen in diesem Frühjahr die Bauarbeiter mit der Sanierung der Alten Steige, der Paradiesgasse und des Hirsoner Platzes. "Bis Ende Januar läuft die Submission, im Februar oder März informieren wir die Anwohner und nach der Fasnet geht es los", ist Herzog optimistisch.
  • Kläranlage: Ein weiteres Großprojekt stemmen in diesem Jahr die Stadtwerke: An der Kläranlage im Schiltachtal lassen sie für knapp zwei Millionen Euro einen neuen Faulturm bauen. Eher bescheiden ist dagegen ein weiteres Projekt in Tennenbronn: eine weitere Garage für das DRK wird etwa 65 000 Euro kosten.
  • Zwei Wahlen: Und dann sind da noch die Kommunalwahlen am 26. Mai und die OB-Wahl am 7. Juli. Für die Listen für Gemeinderat und Ortschaftsräte sind die Parteien und Gruppierungen auf Kandidatensuche. Zu seiner eigenen, möglichen Kandidatur will sich OBHerzog noch nicht äußern. Vermutlich am 13. Januar wissen die Schramberger mehr. Da ist Neujahrsempfang der Stadt Schramberg und der wäre für den OB eine gute Gelegenheit, sich zu seinen Plänen zu äußern.