Der Fußballverein (FV) Tennenbronn leidet unter Platzproblemen. Weil es auf dem Kunstrasenplatz zu eng wird, wünschen sich die Kicker ein Kleinspielfeld. Das weitere Vorgehen, um diesen Wunsch zu realisieren, wurde bei der Jahreshauptversammlung besprochen.

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Bei der Jahreshauptversammlung erinnert Manuel Ernst, Bereichsleiter Organisation, an den vereinsinternen Volker-Maier-Juranek–Cup. Dieser Veranstaltung gehört ein fester Platz im Sportjahr der Jugendabteilung. So berichtet Ernst von vielen Höhepunkten aus dem zurückliegenden Jahr. Bereits zwei Mal in Folge standen die Damen und Herren des FVT im Finale des Rothaus-Bezirkspokals. Mit einem 4:1 Sieg gegen Wolterdingen holten die Damen den Pokal, während sich die Männer gegen Immendingen 2:4 geschlagen geben mussten. Inzwischen sei das wichtigste Vereinsfest des FVT das Sportwochenende mit dem Scheider-Run. Die Großveranstaltung zieht immer mehr Begeisterte aus der Umgebung an den Start. Ebenfalls einen festen Platz hat die Fußballdorfmeisterschaft.

"Maßlos ausgebucht"

Die "herausragende Jugendarbeit" wurde mit dem 8. Füchsle-Camp mit Trainern des SC Freiburg gekrönt. Aktuell fehlen dem FVT im laufenden Sportjahr zehn Trainer für die elf Jugendmannschaften mit 154 Spielern. Manuel Ernst betonte, dass der Kunstrasenplatz mit fünf Mannschaften der Aktiven "maßlos ausgebucht und enormen Belastungen ausgesetzt" sei. Er verwies auf die Notwendigkeit eines Kleinspielfeldes.

Nutzung an 3000 Stunden

Während der Verein 2010 bei 400 Mitgliedern zwei aktive Mannschaften und 26 Trainer hatte, habe man jetzt mit 736 mehr Mitgliedern als RB Leipzig. "An etwa 3000 Stunden im Jahr wird der Platz von 30 ehrenamtlichen Trainern und den Aktiven genutzt." Bei Vollbelegung könne man den Teams für das Training jeweils nur ein Viertel Spielfeld zuteilen. Entspannung würde ein Kleinspielfeld im Wäldchen beim Schächle bieten. Der Vorstand habe bereits mehrere Pläne vorgestellt. "Für die Umsetzung des Projekts streben wir drei Jahre an", so Manuel Ernst. Als nächstes müsse das Angebot aktualisiert werden, dazu müssten Förderungsmöglichkeiten und die Eigenfinanzierung herausgearbeitet werden. "Hier müssen wir wieder sehr eng zusammenrücken", so Ernst.

Pläne für 2021

Ortschaftsrat Robert Hermann bezeichnet den FVT als "sehr aktiven Verein" mit einer "beispielhaften Jugendarbeit". Es müssten die nun die offenen Fragen geklärt werden, damit 2021 Geld in den Haushalt der Stadt eingeplant werden könne.