Ohne die zahlreichen Helfer im Hintergrund wären die Blutspendeaktionen in Tennenbronn nicht möglich. Alfred Bargenda vom Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Tennenbronn ist fast jedem Bürger bekannt. Auf seine Initiative geht es zurück, dass der Blutspendedienst seit 1972 nach Tennenbronn kommt.

Anspruchsvoller Dienst

Kaum, dass die Blutspender in die Festhalle kommen, geht der obligatorische Blick in Richtung Vesper-Station. Hinter der Theke mit den ausgelegten Speisen steht Sieglinde Moosmann. Im Oktober werden es zehn Jahre, dass sie stets mindestens eine Stunde vor Spendenbeginn erscheint. Zu ihrem Aufgabenbereich gehört die Angebotstheke, die von ihr akribisch versorgt wird. „Für mich beginnt der der Dienst meistens eine Stunde vor der Saalöffnung“, erzählt sie. „Wenn die letzten Blutspender noch ihr Vesper erhalten haben, beginnt dann das Aufräumen und oft ist es dann 20.30 Uhr, bis alle am Büffet waren“, sagt Sieglinde Moosmann.

Das Lächeln von Sieglinde Moosmann, rechts, steckt an. Viel „ihrer Kunden“ lachen automatisch mit und ab und zu geht ein Plausch über die Theke. Kirsten Bohnert versieht ihren Dienst an der Anmeldung und verspürt einen kleinen Hunger.
Das Lächeln von Sieglinde Moosmann, rechts, steckt an. Viel „ihrer Kunden“ lachen automatisch mit und ab und zu geht ein Plausch über die Theke. Kirsten Bohnert versieht ihren Dienst an der Anmeldung und verspürt einen kleinen Hunger. | Bild: Werner Mueller

Wird sie gefragt, seit wann sie diese Aufgabe genau übernommen hat, hakt sie vorsichtshalber bei Alfred Bargenda nach. Denn er ist so etwas wie das lebende DRK-Lexikon. Sieglinde Moosmann ist ein Naturtalent, was den Umgang mit Menschen betrifft: immer ein freundliches Wort auf den Lippen, verbunden mit einem ansteckenden Lächeln. Jedem ist bekannt, dass Sieglinde Moosmann ihre Aufgabe im Griff hat. Drei Sorten Wurstsalat, normal, mit Käse und Schwarzwurst, müssen immer wieder aufgefüllt werden. Denn Wurstsalat ist eine begehrte Stärkung nach der Blutspende. Dann gibt es Käsesalat, eine Käse- und Wurstplatte, Paprika, Gurken, Tomaten und Zwiebeln. Alles wird fein säuberlich unter dem Spuckschutz arrangiert, denn „das Auge isst mit“, sagt Moosmann. Laugengebäck und Brot gehören ebenfalls zum Angebot. Zum Nachtisch werden Obstsalat, Kaffee und Hefezopf angeboten. So ist Sieglinde Moosmann das Bindeglied zwischen den Blutspendern und dem Küchenpersonal. „Meine Stammkundschaft mit all ihren Vorlieben kenne ich inzwischen“, sagt Moosmann und lacht.

Selbst am Hochzeitstag im Einsatz

Für Alfred Bargenda bedeutet die Verantwortung für die Küche viel. Er ist zuständig für die Organisation, das Ausgeben und Einholen der Plakate zum Blutspendetermin, für den Einkauf, die Getränke und den Personaleinsatz. Zum Schluss wird das Leergut entsorgt. Selbst an seinem Hochzeitstag im August wird er am Blutspendetermin wieder in der Festhalle sein. „Ich freue mich, dass ich mich auf das Personal verlassen kann“, sagt Alfred Bargenda mit einem Lächeln im Gesicht.

Leckere Kreationen

Seit mehr als zehn Jahren ist Zita Mussler beim Küchenteam mit von der Partie. Sie ist für die Zubereitung der Wurstsalate zuständig. Manchmal ist es erforderlich, bereits am Vormittag damit zu beginnen. „Meistens wird es 20 Uhr, bis alle ihr Essen haben“, so Zita Mussler.

Sie packen an

Bei Bertl Broghammer kommt das zu Geschirr zum Abspülen an. „Wir sind ein Team, jeder packt an, wo es notwendig ist“, bestätigt sie. Auch Brot schneiden gehört zur ihren Aufgaben. Sylvana Bargenta ist seit 2001 immer wieder bei den Helfern in der Küche. Sie belegt die Wurst- und Käseplatten. auch Nicole Fichter ist öfters dabei, um mitzuhelfen. Sie sagt, „ich arbeite gerne mit Menschen zusammen, egal, ob alt oder jung“. Alfred Bargenda sieht in ihr die mögliche Nachfolgerin in seiner Aufgabe. Drei weitere Frauen sind auf Abruf ebenfalls aktiv: Es sind Elfriede Waldvogel, Elsbeth Bargenta und Carmen Ulrich.