Vor 52 Jahren hat sich die Bürgervereinigung Unterschiltach gegründet. In all den Jahren blieb der Verein stets seiner Idee treu, der Tennenbronner Bevölkerung Abwechslung zu bieten. Dazu organisiert er immer über Pfingsten ein Fest, das an Anreiz nichts verloren hat. Von Kindesbeinen an bringen die Tennenbronner ihren Nachwuchs mit aufs Fest, das kurz hinter der Brücke zum Altenburg-Aufstieg links auf der Wiese veranstaltet wird. Längst sind auch diesmal wieder die anstrengenden Stunden des Zeltaufbaus vergessen und die Mitglieder haben ihren angestammten Platz zur Bewirtung der Gäste eingenommen. Zwei Schichten am Sonntag erfordern jeweils 30 Mitarbeiter, vor allem dann, wenn zur Mittagszeit die Gäste ins Zelt strömen.

Ohne die hilfsbereiten Servicekräfte geht es beim Waldfest der Bürgervereinigung Unterschiltach nicht. Im Bild Ines Skafar mit einem Tablett voll Leckereien.
Ohne die hilfsbereiten Servicekräfte geht es beim Waldfest der Bürgervereinigung Unterschiltach nicht. Im Bild Ines Skafar mit einem Tablett voll Leckereien. | Bild: Werner Mueller

Als Hauptgericht wird Gulasch mit Spätzle angeboten. Es stellt sich schnell heraus, dass das Gulaschangebot zum bevorzugten Mittagstisch wird. Liebhaber der Grillwurst und Pommes haben bei dem Fest ebenfalls ihre Lieblingsspeise gefunden. Wer dann glaubt, nach dem Mittagessen kommt das „berühmte Loch“, der täuscht sich. Die Gäste beweisen Sitzfleisch, bleiben größtenteils im Zelt sitzen und plaudern über Gott und die Welt. Dann kommt die Kaffeezeit. Dieser Moment bedeutet für die Gäste etwas Geduld, denn in der Kaffeebar bildet sich eine längere Warteschlange.

Gut besucht ist das Waldfest der Bürgervereinigung Unterschiltach.
Gut besucht ist das Waldfest der Bürgervereinigung Unterschiltach. | Bild: Werner Mueller

Die Frauen in der Kaffeebar leisten während dieser Zeit gute Arbeit. Jede sorgt sich um die Gäste, einige nehmen das Schmutzgeschirr in Empfang, spülen es vor und eine weitere Helferin füllt dann die Industriegeschirrspülmaschine. Lange Wartezeiten auf das Kaffeegeschirr sind geschäftsschädigend, denn vor der Theke stehen wartende Gäste. Als ruhender Pol hat Sabine Günter die Kaffee- und Kuchenabteilung im Blick und im Griff. Keine Hektik wird verbreitet, alles in Ruhe und mit Überlegung abgewickelt. Kurz darauf hat sich die Schlange ganz aufgelöst und nun kommt die Laufkundschaft. So an die 40 Kuchen werden in einer Schicht benötigt, sagt der Vorsitzende Armin Kieninger nicht ohne Stolz.

Bei Ilse Kopp sind die Pommes in guten Händen. Immer wieder steht sie vor der Friteuse.
Bei Ilse Kopp sind die Pommes in guten Händen. Immer wieder steht sie vor der Friteuse. | Bild: Werner Mueller

Die Geißbockmusikanten vom Musikverein Aichhalden haben während Frühschoppen und Mittagstisch prächtig unterhalten. Viele Gäste loben die Musik. Hinter dem Zelt haben Herbert Hildbrand und Siegfried Moosmann ihre große Stunde mit dem Hammellauf. An die 50 Kinder finden sich zum Kreislauf ein und trotz beginnendem Regen wird eine knappe Viertelstunde im Kreis gelaufen, bis die drei Gewinner feststehen. Einige Mütter gesellen sich zu ihren Kindern und laufen ebenfalls mit.

Sabine Günter gehört zu den langgedienten Mitarbeiterinnen in der Kaffeebar. Sie verbreitet Freude mit ihrem Lachen, was die Kundschaft schätzt.
Sabine Günter gehört zu den langgedienten Mitarbeiterinnen in der Kaffeebar. Sie verbreitet Freude mit ihrem Lachen, was die Kundschaft schätzt. | Bild: Werner Mueller

So richtig ab im Festzelt geht es dann mit der Partyband „Bayernmafia“. Die drei Vollblutmusiker benötigte nur einen kurzen Moment, bis das Publikum mitgeht. Die aus dem Unterfränkischen angereisten Musiker hinterlassen einen nachhaltigen Eindruck auf der Tennenbronner Festwiese.